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  • DIE PFINGSTROSENGÄRTNEREI VON STEFFEN SCHULZE

    Die Pfingstrosengärtnerei von Steffen Schulze nahe der A14 in Nauendorf (Halle an der Saale) ist längst kein Geheimtipp mehr. Wenn der Spezialist zur Pfingstrosenblüte seinen Schaugarten öffnet, pilgern die Besucher scharenweise in seine Gärtnerei. Ein grandioses Farbenspiel kann man dort erleben. Jedem, der Pfingstrosen mag, muss ganz einfach das Herz aufgehen. Auf der Durchreise nach Thüringen, konnte auch ich dieser Verlockung nicht widerstehen. So habe ich Steffen Schulze in seiner Gärtnerei besucht. Ein kleiner spontaner Abstecher, ein interessanter Rundgang, viele Fragen und viele Antworten. Hier ist die Zusammenfassung in Worten und vielen Bildern: Der geschulte Blick – gesunde Pfingstrosen für die Kunden Steffen Schulze geht schnellen Schrittes durch seine Pfingstrosenreihen. Plötzlich sieht er eine dunkelrote gefüllte Pfingstrose, steuert auf sie zu und bleibt stehen. Ein kurzer prüfender Blick, dann bindet er ein Bändchen um die kräftigen Stängel. Spannende Sorten möchte er züchten, am liebsten in einem besonderen Dunkelrot oder zartem Pastell. Das mögen seine Kunden, weiß er. Aber Blattgesundheit und Standfestigkeit wären ihm ebenfalls wichtig. Anzucht sowie Veredelung erfolgt ausschließlich in seiner Gärtnerei. So sind die Kunden sicher, dass die Pflanzen winterhart und wüchsig sind. Er züchtet voller Begeisterung. Jedes Jahr kommen mindestens zwanzig Pfingstrosen neu hinzu. Er liebt was er tut Während der studierte Landschaftsarchitekt über seine Arbeit erzählt, lese ich in seinen Augen ein leichtes begeisterndes Funkel. Eines Tages hat er es einfach getan und seinen sicheren Bürojob als Planer im Grünflächenamt Halle (Saale) an den Nagel gehängt. Das war 2003. Alles begann hinter dem Haus Hinterm Haus pflanzte er auf einem winzigen Stückchen die ersten Pfingstrosen. Inzwischen zählt seine Pfingstrosenvielfalt etwa 600 Arten und Sorten. Unglaublich zu schaffen, denkt man da. Allein mit noch zwei angestellten Gärtnern bewirtschaftet er die Sortimente auf 2 ha Fläche. Pfingstrosen kaufen – so läuft das in der Gärtnerei von Steffen Schulze ab Zur Blütezeit stürmen die Kunden in die Gärtnerei zu den Schautagen. Jeder will diese unglaubliche voluminöse Blütenpracht sehen. Der Zeitraum der Blüte ist kurz aber intensiv. Von etwa Ende April bis Mitte Juni können Kaufinteressierte ihre Lieblingssorten bestellen. Diese stehen zu bestimmten Auslieferungstagen im Herbst zum Abholen in der Gärtnerei bereit. Dann liegen auf langen Tischen, die rund um den Schaugarten aufgestellt sind, kleine beschriftete Päckchen. Alles ist alphabetisch geordnet. In den kleinen Bündeln befinden sich die nackten Rhizome. So wird der herbstliche Besuch in der Gärtnerei nochmal zu einem ganz besonderen Erlebnis. Ein Erlebnis mit Vorfreude auf das nächste Jahr.  Foto unten:  Hier im Schaugarten hat Steffen Schulze viele Sorten aufgepflanzt und sie mit passenden Begleitstauden kombiniert. So hat der Kunde gleich eine Idee für zu Hause. Welche Pfingstrosen wachsen in der Gärtnerei Von den 600 verschiedene Pfingstrosensorten gibt es unterschiedliche Gruppen. Sie wachsen in der Gärtnerei wohlsortiert an verschiedenen Orten. Vier Strauchpfingstrosengruppen, fünf Staudenpfingstrosengruppen sowie eine Gruppe der Intersektionellen Hybriden. Nachfolgend hier beschrieben…. Welche Pfingstrosen gibt es und woher kommen sie? – Strauchpfingstrosen Lutea-Hybriden – Das sind Kreuzungen zwischen Suffruticosa-Sorten (japanischen und chinesische Ursprungs) und Paeonia delavayi vor allem ihrer gelben Ausprägung Paeonia delavayi lutea, die seit etwa einhundert Jahren gezüchtet werden. Sie unterscheiden sich von der Suffruticosa–Gruppe vor allem durch die neuen Blütenfarben (z. B. gelb oder orange) Auch das Laub hat eine etwas andere Form. Suffruticosa-Hybriden japanisch/chinesisch – das sind Sorten aus Japan und China, die vor mehreren hundert Jahren zu uns kamen. Die Pflanzen tragen japanische und chinesische Namen und blühen zeitlich vor den Lutea-Hybriden. Suffruticosa-Hybriden europäischen Ursprungs und USA Sorten -Die Vorfahren dieser Sorten kommen ursprünglich und vor langer Zeit zwar ebenfalls aus China oder Japan. Sie wurden dann jedoch entweder umbenannt oder von europäischen Züchtern weiterbearbeitet. Sie sind meist gefüllt und blühen wie die japanisch/chinesischen Sorten recht früh. Rockii-Hybriden – sind Züchtungen, die von der Art Paeonia rockii abstammen, sind wüchsig und robust. Das Hauptkennzeichen ist der Basalfleck (meist schwarze Flecken in der Blütenmitte, die den einfachen Blüten Ähnlichkeit mit Mohnblüten geben). Sie haben meist einfache bis halbgefüllte Blüten, die schön aufrecht über dem Laub stehen. Arten und Cultivare der Strauchpfingstrosen -Diese Gruppe umfasst die Wildarten und Varietäten der Strauchpfingstrose und die daraus kultivierten (Kultur-) Formen. Aus den Strauchpfingstrosenwildarten sind alle heutigen Strauchpfingstrosensorten hervorgegangen.* Intersektionelle Hybriden (oder Itoh-Hybriden) Der jüngste Zweig der Pfingstrosenzüchtung, die Kreuzung zwischen Stauden und Strauchpfingstrosen, ist erst in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts durch den Japaner Toichi Itoh eingeleitet worden. Die neuen Sorten besitzen sowohl Eigenschaften der Staudenpfingstrosen als auch der Strauchpfingstrosen. Sie eröffnen völlig neue Perspektiven in der Pfingstrosenzüchtung, die bei dieser Gruppe rasant voranschreitet. * Informationen Steffen Schulze* Staudenpfingstrosen – Hybriden Die Sorten sind aus Kreuzungen zwischen verschiedenen Staudenpfingstrosenwildarten hervorgegangen. Diese sind teilweise mit Lactiflora-Hybridsorten gekreuzt worden. Sie stammen meist aus den USA, wo man sich seit etwa den 20er Jahren des vorigen Jh. intensiv mit diesen Züchtungen befasst. Die Staudenpfingstrosenhybriden blühen meist vor den Lactiflora -Sorten. Je nach Intensität der Merkmale, die die Hybridsorten von ihren Eltern der Staudenpfingstrosenwildarten geerbt haben, unterscheiden sich diese Sorten von den Lactiflora-Hybriden u.a. durch die Belaubung und die teilweise neuen Blütenfarben. Lactiflora-Hybriden – Alle Lactiflora-Hybriden stammen von der aus China stammenden Wildart Paeonia lactiflora ab. Sie besitzen bis auf die Blütenform sehr ähnliche Merkmale. Lactiflora-Hybriden gefüllt – Das Hauptmerkmal bei diesen Sorten ist die gefüllte Blüte. Sie blühen meist sehr spät. Die Paeonia lactiflora Sorten die sowohl gefüllt als auch halbgefüllt blühen können sowie die stark halbgefüllten Sorten werden den gefüllten Sorten zugeordnet. Lactiflora-Hybriden einfach/japanisch – Die Sorten besitzen einfache Blüten (eine bis zweireihige Blütenkrone mit Staubgefäßen in der Mitte) oder die japanische Blütenform. Die letztere besteht aus ein bis zwei Reihen großer Blütenblätter mit einer Blütenmitte aus fransenartig ausgebildeten Staubgefäßen. Die anemonenförmig blühenden Sorten werden hier auch zugeordnet, die in der Blütenmitte kleine Kronblättchen haben. Ebenfalls ordne ich die schwach bis mittel halbgefüllten Lactifloras hier zu, um eine dritte Gruppe unter den Lactiflora-Hybriden zu vermeiden. Der Blühzeitpunkt liegt meist vor den gefüllten Lactiflora-Hybriden. Arten, Cultivare und Officinalis – In dieser Gruppe fasse ich zum einen die Staudenpfingstrosenwildarten und deren Kulturformen zusammen, zum anderen aber auch die ursprünglich aus der Art Paeonia officinalis hervorgegangenen Cultivare. Die Arten blühen meist sehr früh.* Informationen Steffen Schulze* Staudenpfingstrosen richtig einpflanzen – was muss ich beachten? Der Tipp von Steffen Schulze: Pflanze Staudenpfingstrosen nicht zu eng. Sie müssen sich ungestört entwickeln können. Höheren Sorten benötigen einen Platz von ca. 80 bis 100cm im Quadrat und niedrigen etwa 60 bis 80cm im Quadrat. Die Erde in und um die Pflanzgrube solltest Du gut auflockern. Grabe die Pflanzgrube nicht zu klein aus. Sie sollte mindestens 50-60cm im Durchmesser und zwei Spatenstiche tief sein. Setze die Pflanze so tief ein; dass die Augen (Knospen) ca. 3cm hoch mit Erde abgedeckt werden können. Bei zu tiefem Pflanzen riskierst Du, dass die Pflanze nicht blüht. Gieße die Pflanzen gut an. Sollte Dein Boden schwer und undurchlässigen sein, baue eine Drainageschicht aus Kies oder Sand ein. Andererseits sollte der Boden nährstoffarm und sandig sein, verbessere den Boden mit Humus und lehmigem Boden. Oder kauf   Bentonit .* Strauchpfingstrosen einpflanzen – so wird’s gemacht Im Gegensatz zu Staudenpfingstrosen benötigen Strauchpfingstrosen mehr Platz. Sicher richtet sich das nach ihrer endgültigen Höhe und Wüchsigkeit. Gib ihnen einen Raum von mindestens 120 bis150cm im Quadrat. Lockere die Erde in und um die Pflanzgrube gut auf. Die Pfingstrosen die kleiner sind oder auch bei Jungpflanzen reichen die Größen der Pflanzgruben wie schon bei den Staudenpfingstrosen beschrieben. Also 50-60cm Durchmesser und zwei Spatenstiche tief. Bei größeren Exemplaren sollte das Loch um etwa ein Drittel größer als der Wurzelteller ist. Setze die Pflanze so tief ein, so dass die Veredelungsstelle mindestens 5-10cm unter der Erde liegt. Das ist überlebenswichtig, damit die Strauchpfingstrose aus dem Edelreis eigene Wurzeln bilden kann. Wird zu hoch gepflanzt, kann die Pflanze nach wenigen Jahren absterben. Der Tipp: Mit dem Pflanzetikett markiert der Spezialist die Stelle, bis zu der die Pflanze in die Erde muss. Bitte vor dem Pflanzen das Etikett entfernen. Gieß die Pflanzen gut an. Bei armen Böden führe eine Bodenverbesserung wie bei den Stauden durch. Viele Fragen rund um die Pfingstrose – den richtigen Standort finden, Pfingstrosen schneiden oder umpflanzen… Wo wachsen Pfingstrosen am besten? Der Tipp von Steffen Schulze: Gib der Staudenpfingstrose am besten einen vollsonnigen Standort. Die Pflanzen haben dicke Speicherwurzeln, weshalb sie sommerliche Trockenheit gut vertragen. Dennoch, im ersten Jahr nach der Pflanzung solltest Du deinen Pfingstrosen bei längeren Trockenperioden regelmäßige Wassergaben gönnen. Strauchpfingstrosen wachsen ebenfalls sonnig. Sie kommen aber auch an halbschattigen Pflanzplätzen gut zurecht. Dann mögen sie die Nachmittags- und Abendsonne. Alle Pflanzen gedeihen am besten auf humos-lehmigen gut durchlässigen Böden. Sie stellen jedoch keine besonderen Bodenansprüche. Vermeide jedoch Staunässe im Pflanzloch. Auch ein hoher Grundwasserstand ist unbedingt zu vermeiden. Sind Pfingstrosen winterhart? Die meisten angebotenen Sorten und Arten sind den hiesigen Breiten völlig winterhart sind. Sie benötigen keinen besonderen Winterschutz. Aber es gibt auch Ausnahmen. So ist es sinnvoll, lediglich im ersten Winter nach der Pflanzung Strauchpfingstrosen abzudecken. Tannen und Fichten- Reisig ist hier gut geeignet. Bei empfindlichen Strauchpfingstrosenen- Sorten, wie Lutea-Hybriden und manche Suffruticosa Hybriden solltest Du bei besonders strengen Frösten, die länger dauern, deine Pflanzen schützen. Entferne den Schutz im Frühjahr nach dem Austrieb rechtzeitig. Kann man Pfingstrosen umpflanzen? Der Tipp von Steffen Schulze: Staudenpäonien wollen nicht, wie die meisten anderen Stauden, nach einigen Jahren geteilt und umgepflanzt werden. Sie möchten möglichst ungestört über Jahrzehnte an ein und derselben Stelle wachsen. Dann entwickeln sie sich am besten und blühen am reichsten. Solltest Du dennoch mal den Wunsch haben, deine Pfingstrose umzusetzen, dann solltest Du die Pfingstrose unbedingt teilen. Tust Du das nicht, entwickeln und blühen sie an dem neuen Standort nur spärlich oder entwickeln sich unzureichend. Foto unten:  viele Salbei Arten eigenen sich als perfekter Begleiter, wenn sie zeitgleich blühen. Hier findest Du zwei Artikel zu Salbei  Kein Garten ohne Salbei – 9 Arten die Du kennenlernen solltest  und  Die schönsten Salbei für deinen Garten. Welche Krankheiten haben Pfingstrosen und was kann man tun? Als Vorsichtsmaßnahme vor der schlimmsten und verheerendsten Pfingstrosenkrankheit - der Päonienbotrytis oder auch Pfingstrosengrauschimmel (eine Pilzerkrankung) genannt, empfiehlt Steffen Schulze folgende Maßnahmen: Pflanze deine Pfingstrosen an einen sonnigen gut durchlüfteten Platz. Sollte der Pilz trotzdem aufgetreten sein, empfiehlt der Spezialist bei Strauchpfingstrosen die welken Zweige, die meist im späten Frühjahr nach dem Austrieb auftreten, bis ins gesunde Holz zurückschneiden. Bei Stauden solltest Du die welken Stängel direkt an der Wurzelbasis rausreißen. Alle entfernten Pflanzenteile gehören in die Mülltonne oder müssen entsorgt werden, weil sich die Pilzkrankheiten, bei einer Kompostierung durch den ausgebrachten Kompost, von neuem ausbreiten können. Wann und wo schneidet man Pfingstrosen ab? Der Tipp von Steffen Schulze: Strauchpfingstrosen brauchen im Allgemeinen keinen Rückschnitt, jedoch einen Reinigungsschnitt im Spätherbst. Das ist im November oder Dezember. Die Triebe sollen dann bis zur ersten Knospe zurück geschnitten werden. Allerdings nur die Pflanzenteile ohne Knospe! Entferne gleich vorbeugend das meiste Laub der Sträucher. Nach besonders harten Wintern. (Temperaturen um die -20°) kann es bei den Strauchpfingstrosen, insbesondere bei den etwas empfindlicheren Lutea-Hybriden vorkommen, dass die Endknospen und manchmal ganze Zweige zurückfrieren. Der Spezialist rät hier abzuwarten, bis sich der Austrieb zeigt. Das ist Ende März bis Mitte April zu erwarten. Dann solltest Du bis in den nicht erfrorenen Teil des Zweiges zurückschneiden. Achte  jedoch darauf, möglichst nicht die Knospen abzuschneiden. Sie bringen ja die Blüten. Staudenpfingstrosen schneidest Du im Oktober oder November, wenn sie langsam gelb und braun werden ab. Dann kürze die Stängel möglichst dicht über dem Boden ein. Übrigens, Du beugst Pilzkrankheiten vor, wenn Du zur Zeit des Pfingstrosenflors die verwelkten Blüten (nicht das Laub), bevor die Blütenblätter abfallen, abschneidest. Düngung – Was brauchen Pfingstrosen? Der Tipp von Steffen Schulze: Dünge erst nach der Blüte. In dieser Zeit entwickeln die Pflanzen bereits den Flor für das nächste Jahr. Meinst Du es besonders gut mit deinen Paeonien oder ist der Boden besonders nährstoffarm und leicht, dann ist ein Düngen mit Komposterde oder kompostierter, gut verrotteter Stalldung eine gute Idee. Falls Du einen Kunstdünger verwenden möchtest, dann sollte er ein stickstoffarmer möglichst kaliumreicher Volldünger sein. Das hat einen Grund, weiß Steffen Schulze – Kalium fördert die Blütenbildung, Stickstoff begünstigt Pilzkrankheiten. Auch das Ausbringen eines Blattdüngers ist eine gute Lösung. Ich selbst habe mit Wuxal tolle Ergebnisse erzielt. Und um den Dünger mit dem Gartenschlauch dosiert auf das Laub zu bringen, gibt es eine tolle Möglichkeit. Es gibt einen Mischvorsatz, der den Dünger exakt dosiert. So braucht man nur noch den Schlauch halten und gießen. Wuxal 20Ltr.* Wuxal 1Ltr.* Wuxal 160109401 Aqua Mix, Der Dünger- / Wassermischer, 1,25 Liter 0,2%, 0,5 %, 1,0 %, 2,0 %* Mein Buch Tipp zum Thema Düngen:  Dünger: Kraft für Boden und Pflanzen*  von Tina Råman, Ewa-Marie Rundquist, Justine Lagache – ein tolles Buch rund um das Thema Düngen Wie haltbar und langlebig sind Pfingstrosen? Der Tipp von Steffen Schulze: Im Gegensatz zu der kurzen Blütezeit der Pfingstrose im Garten und der kurzen Lebensdauer in der Vase, kann uns die mehrjährige Pfingstrosenpflanze überleben. Richtig gepflegt, kann eine gesunde Pflanze mehr als fünfzig Jahre halten! Pfingstrosen sind die langlebigsten Pflanzen in unseren Gärten. Welche Pfingstrosen duften? Der Tipp von Steffen Schulze: Der Duft bei Pfingstrosen ist meist in den gefüllten Hybriden zu finden. Einfach blühende Arten und Sorten duften leider nicht so stark.   Hier noch einige Kombinationsmöglichkeiten mit Pfingstrosen: Eine schöne Kombination aus dem Berggarten Hannover. Eine einfach blühende Pfingstrose, wie hier Paeonia peregrina, manchmal Byzantinische Pfingstrose oder Fremde Pfingstrose genannt, mit dem kurzlebigen Purpur-Wiesen-Kerbel Anthriscus sylvestris 'Ravenswing'. Die großen Blütenschalen werden von dem zarten Schleier der Kerbelblüte umschmeichelt. In meinem Garten in Rethmar habe ich eine einfach weißblühende Pfingstrose Paeonia l. Miss America mit dem Röhrenstern Amsonia hubrichtii, der Indigolupine Baptisia australis und dem Zierlauch Allium Hybr. Globemaster kombiniert. Im Erfurter ega Park gibt es eine tolle Pfingstrosenpflanzung. Viele verschiedene Sorten wurden mit einer zeitgleich blühenden Kombination aus Steppen Wolfsmilch Euphorbia seguieriana ssp. niciciana (hier im Vordergrund) , Frauenmantel Alchemilla epipsila und dem Pracht-Storchschnabel Geranium x magnificum Rosemoor bepflanzt.  Diese Farbkombination zwischen dem dunklen Magenta- Ton der Pfingstrose und dem hellen frischen und zitronigem Gelb des Frauenmantels  Alchemilla finde ich besonders apart. Lust auf Gartenplanung mit Pfingstrosen?   Verschiedene Pfingstrosen wurden hier mit Stauden und Gräser kombiniert. Kombinationen die gut zusammenpassen. Ich habe sie für dich mit Hilfe der Pflanzenreich-App zusammengestellt. In der Garten App gibt es schöne und garantiert passenden Pflanzen. Auch für deinen Garten. Lust auf den “variabelsten Garten der Welt mit Pfingstrosen”? Mehr Informationen findest du hier . Aber nun hier Kombinationen mit Pfingstrosen – Ideen zum Nachpflanzen: Foto oben: Rosa und Weiß sind die Farben in dieser Kombination. Auch wenn sich blütenmäßig nicht alle Blühzeiten treffen, ist es doch ein Farbkonzept, dass über das Jahr weitergeführt werden kann. Hier blühen Pfingstrosen mit Storchschnabel Geranium versicolor und hohe Phloxe. Foto oben: Rosa, Weiß und kräftigere Rottöne sind sind hier kombiniert. Blätter, wie das kleine Lamium mit den weißbunten Blättern sind nur ein Beispiel. Möglich sind auch Brunnera- Arten oder Gräser mit weißbuntem Laub. Foto oben: Rot und silbrig weißes Laub sind gute Partner. Die Schalenblüten der Pfingstrosen und des Nelkenwurz passen gut zusammen. Sie haben dieselbe Form und Farbe, aber eine unterschiedliche Größe. Die Lupinen nehmen den Farbton auf.  Ihr Laub ist nicht so dauerhaft schön. Sie können so sehr gut zwischen den Pfingstrosen stehen. Foto oben: Zartes Hellgelb mit Grün passt super zusammen. Auch hier sind Pfingstrosen, Geum, Euphorbien, Lupinen und der Schöterich Erysimum kombiniert. Sie bilden alle miteinander schöne Formkontraste.   Mein Tipp für dich: Wenn dir die Kombinationen mit Pfingstrosen für deinen Garten gefallen haben und du gern mehr ausprobieren willst, dann schau doch mal in der Pflanzenreich-App . Hier gibt es viele schöne Gräser und die schönsten passende Stauden, Blumenzwiebeln und Rosen. Es gibt viele Gründe Pfingstrosen zu pflanzen! Mit ihren schönen farbintensiven Blüten haben sie viele Herzen erobert. Auf alle Fälle das von Steffen Schulze. Ich möchte sagen; sie sind inzwischen sein Leben. Wenn Du möchtest, dann besuche ihn doch mal in seiner Gärtnerei zur Pfingstrosenblüte. Informationen und Termine findest Du hier auf der Website  Die Pfingstrosengärtnerei .   Hast Du Lust auf mehr? Dann habe ich folgende Literaturtipps für Dich: Prächtige Pfingstrosen: Das große Buch der Päonien  von Jane Eastoe und Georgianna Lane* P fingstrosen: Rosenpracht ohne Dornen  von  Christa Brand und Kathrin Hofmeister* Päonien. Pfingstrosen   Taschenbuch von Reinhilde Frank* Strauch-Päonien. Aristokraten der Blumenwelt   von  Smithers. Sir Peter* Pfingstrosen: Die schönsten Stauden- und Strauchpäonien. Pflanzen – Pflegen – Vermehren  von Gerda Tornieporth*   Viel Spaß beim Lesen, Pflanzen, Ausprobieren…. und bleib natürlich Deine Petra Pelz   Hinweis: Die mit Sternchen ( * ) gekennzeichneten Verweise sind sogenannte Provision-Links. Wenn Du auf so einen Verweislink klickst und über diesen Link einkaufst, bekomme ich von Deinem Einkauf eine Provision. Für Dich verändert sich der Preis nicht.

  • ALLIUM – DEN GARTEN MIT ZIERLAUCH GESTALTEN

    Ein Blogbeitrag von Petra Starte das nächste Gartenjahr mit einem imposanten Paukenschlag oder besser mit einem kräftigen Trommelwirbel farblich changierender Kugelblüten. Aus dem Füllhorn von Allium-Arten ist es nicht leicht, die richtige Auswahl für den eigenen Garten zu treffen. Deshalb stellen wir hier die schönsten Laucharten hier vor. Wir zeigen Dir selbst erprobte Kombinationsmöglichkeiten zum Nachpflanzen im Garten. Allium im Garten – wo ist er beheimatet? Allium ist heimisch auf der gesamten Welt, überwiegend jedoch auf der Nordhalbkugel. Die Gattung ist zudem auch in Zentralasien, Chile, Brasilien und dem tropischen Afrika zu finden. Diese Lauche sind bei uns nur gelegentlich winterhart. Die meisten Arten wachsen auf felsigen Hängen in Gebirgen, Steppen- oder Trockengebieten. So stammt der bekannteste Zierlauch, der Iranlauch  Allium aflatunense  aus dem Iran. Dort wächst er im großen euro-asiatischen Hochgebirgsgürtel. Allium  erhielten ihre Namen, weil sie zu den Lauchgewächsen  Alliaceae  gehören. Übergeordnet gehören sie zur Familie der Amaryllisgewächsen (Amaryllidaceae). Seit je her zieren diese aromatischen Zwiebelpflanzen den Gemüsegarten. Eine wunderschöne kulinarische Delikatesse. Zu ihnen zählen Bärlauch  Allium ursinum , Schnittlauch  Allium schoenoprasum,  Porree  Allium ampeloprasum  oder die Speisezwiebel  Allium cepa.   Foto unten: Alpen Bergwiese in  Friaul-Julisch Venetien . Dort sah ich erstmals den Allermannsharnisch  Allium victorialis  und war fasziniert. Dieser gelblich blühende Lauch ist eine alte Heilpflanze und wächst auf nährstoffreichen Böden, jedoch langsam. Vielleicht ist das ein Grund, weshalb dieses schöne Zwiebelgewächs bei uns selten in Kultur ist. Blütezeit Juni, Höhe 40cm. Wie soll ich Allium im Garten verwenden – die 3 besten Tipps Zierlauch variiert in verschiedenen Höhen (10cm bis zu stattlichen 2m). Möchtest du den Zierlauch im Staudenbeet verwenden? Dann behalte beim Pflanzen der Zwiebelgewächse im Herbst, die Höhen der Gräser und Stauden im Juni bis Juli im Blick. Für eine optimale und tolle Wirkung, sollen die Blütenbälle mindestens 1/3 über den Stauden schweben.  Für kleine Kiesgärten und Steingärten sind eher niedrigen Arten, wie der Goldlauch  Allium molly,  der Schönlauch Allium  carinatum ssp pulchellum  oder der Berglauch  Allium montanum  mit ihren kleineren oder lockeren Dolden die bessere Wahl. Sie mögen es trocken und durchlässig. Zierlaucharten, wie der Iranlauch  Allium aflatunense  oder der Himalaja-Riesenlauch  Allium giganteum  bringen teilweise riesige bis zu 20cm große Blütenbälle hervor. Ein umwerfender Anblick im früh sommerlichen Staudenbeet. Sie lassen sich gut mit verschiedenen Wolfsmilch  Euphorbia Hybr.,  Kerzensalbei  Salvia nemorosa,  Indigolupine  Baptisia australis  oder Pfingstrosen  Paeonia Hybr.  kombinieren. Besonders in großen Stückzahlen gesetzt, wirken diese Bälle wuchtig, wie ein Paukenschlag.    Foto unten: Hier blüht Eryngium  zeitgleich mit dem Kugelköpfigen Lauch  Allium sphaerocephalon.  Langstielige, purpurrote Blüten ragen im Juli bis zu 70cm zwischen den Stauden empor. Inzwischen gibt es weitere Züchtungen, wie die Sorte  Allium sphaerocephalon Bicolor  in grün und violettrosa und  Allium sphaerocephalon Spider  mit  violettrosa Sternblüten, die zusammen eine große, lockere, anschauliche Blütendolde bilden. Foto oben:  Eine Lauchschönheit mit Superlativen –  Allium Hybride Summer Beauty.  Wenn andere Alliumarten längst wieder in der Erde ruhen, gibt dieser kleine Lauch noch längst nicht auf. Aufgrund der grasähnlichen Blätter die bis in den Herbst saftig grün sind, kann  Allium Summer Beauty  in den Beetvordergrund gesetzt werden. Das Zwiebelgewächs erfreut uns mit schönen violett-rosa Blütenkugeln, die ca. 40cm hoch werden. Übrigens; auch Bienen und Insekten fliegen drauf… Foto unten:  Der Schwarzlauch Allium nigrum oder A. multibulbosum hat eine grünlich-weiße halbkuglige Dolde mit rötlich-schwarzer Mitte. Er ist in Mittelasien und Russland beheimatet. Mit einer Höhe von 60-80cm passt er gut ins klassische Staudenbeet und ist super mit Pfingstrosen zu kombinieren. Am Besten wirken Tuffs von 5 Zwiebeln. Dieser Lauch verträgt es übrigens etwas feuchter und wächst sogar im Lehmboden! Foto unten: Der Nickende Lauch Allium cernuum hat hübsche hängende rosa Blütendolden die im Juni blühen und wintergrüne Blätter. Er wächst im Halbschatten auf mäßig feuchtem Boden. Er wird ca. 40-50cm hoch. Foto oben: Schuberts Lauch oder Igelkolben-Lauch– Allium schubertii ist eine seltsame Erscheinung und stammt aus dem Nahen Osten und zwar aus der südlichen Türkei, Syrien und Libyen. Auch wenn die Fernwirkung, des bis zu 60cm hoch werdenden Lauchs nicht allzu groß ist, er ist eine kleine Sensation im Beet. Sein extravaganter Blütenstand wirkt wie ein kleines rosa Feuerwerk. Verwende ihn im Kiesbeet oder Steppenbeet auf durchlässigem Boden in der Sonne.  Foto oben: Glöckchen Lauch, oder Schnee Lauch Allium triquetrum oder auch Nectaroscordum tripedale triquetrum stammt aus mediterranen Ländern wie Italien, Spanien, Portugal und Frankreich. Weiße, hängende Glockenblüten zieren diesen kleinen anmutigen Lauch.  Auf feuchtem schattigen Standort verwildert diese Art und bildet natürlich schöne Bestände. Besonders edel und hübsch wirkt er zwischen Schattenstauden mit frisch grünem Laub, wie Farne oder Funkien. Die Höhe ist 40cm und die Blütezeit ab Mai. Übrigens kann man die Blüten des Schnee Lauchs essen. Vielleicht macht er sich auf Deinem Frühlingssalat gut. Foto links: Der Scharfe Gelblauch  Allium obliquum  wird bis zu 100 cm hoch und wächst in der Heimat auf sonnigen, trockenen Standorten. Er ist Kasachstan, Kirgisistan, Russland, der Mongolei und Osteuropa beheimatet und sehr frosthart. Die kleinen gelben Blütenbälle sind eine Zierde im Juni. Sie werden auch von Insekten stark angeflogen. Foto oben:   Weißer Riesen- Lauch  Allium Hybr. Mount Everest  – und der Name ist Programm! Reinweiße Blütenbälle bilden sich auf standfesten 120cm hohen Stielen. Eine absolutes Must Have für den Weißen Garten. Natürlich machen sie auch sonst im frühsommerlichen Staudengarten, wenn sie über mit ihren Blütenbällen über Salbei, Paeonien Gräser schweben, eine gute Figur. Foto unten:   Blau-Lauch, Sibirischer Enzianblau –  Allium caeruleum  für alle Fans der blauen Farbe, denn dieser Zierlauch ist himmelblau. Der Blau Lauch ist in Osteuropa beheimatet, wo er insbesondere nördlich des Kaspischen Meeres und dort auf Salzwiesen und in Steppen wächst. Demzufolge kann man ihn auch in unseren Gärten in steppenhaften Naturgärten verwenden, wo er sehr schön mit anderen trockenheitsliebenden Partnern, wie Reiherfedergräsern oder Steppenwolfsmilch wächst. Foto unten und darunter:   Der Iranlauch  Allium aflatunense  blüht mit runden purpurvioletten Blütenbällen. Jede Blüte ein Meisterwerk und in Massen ein Gedicht! Er ist in unseren Gärten am weitesten verbreitet und vermehrt sich ausreichend , wenn er sich wohlfühlt. Insbesondere die Sorte  Purple Sensation  mit einer unglaublich intensiven Farbe ist beliebt. Einen Wehrmutstropfen gibt es bei vielen Lauch-Arten und insbesondere auch beim Iranlauch; das Laub wird schon früh unansehnlich. Deshalb ist es vorteilhaft, die Zwiebel so zu setzten, das die später welk werdenden Blätter durch andere Pflanzpartner verdeckt werden. Foto oben: Ein weiterer schöner Lauch: Allium senescens - Er lässt sich sehr schön als Einfassungspflanze integrieren. Foto: Ferdinand von Luckner Foto oben:   Der Sternkugellauch  Allium christophii  oder  Allium albopilosum  ist im im Nordwest-Iran und Mittelasien beheimatet. Dort wächst er auf steinigem Boden. Setzten ihn deshalb in den Stein, Steppen oder Kiesgarten. Mit seinen besonders große und besonders extravagante sternförmige Blütendolden ist er ein idealer Partner zu Wollziest  Stachys byzanthina  oder Edeldisteln  Eryngium Arten  und anderen Silberlaubigen. Der Lauch blüht auf 25-30cm hohen Stielen. Foto rechts:   Der Allermannsharnisch  Allium victorialis  ist ein gelblich blühender Lauch. Er wächst auf nährstoffreichen Böden und wird 40cm hoch. Er wurde früher medizinisch genutzt und hat daher unglaublich viele Namen, wie Siegwurz-Lauch, Bergknoblauch, Sigmarslauch, Siegmarsmännlein, Siegwurz, Schlangenwurz und viele andere mehr. Er ist bei uns selten in Kultur. Das ist schade, denn aufgrund der hellgelben Farbe und der Höhe kann man ihn eigentlich gut im Staudenbeet verwenden.   Foto oben:   Die Etagen Zwiebel oder Luftzwiebel  Allium x proliferum  ist ein lustiges Geschöpf unter den Lauchen. Sie hat keine Fernwirkung, keine aufregende Blüte und dennoch etwas Subtiles, was sie reizvoll macht. Eigentlich ist sie ja auch gar nicht für die Gartennutzung gedacht, sondern eher für die Küche. Schade eigentlich… Von Feinschmeckern wird sie als Delikatesse gehandelt. Wohlschmeckend zu Tomaten oder einfach aufs Brot gestreut. Aber kann man sie nicht doch mal kombinieren? Das müsste man mal probieren. Foto unten:  Der Rosenlauch  Allium roseum  gehört zu den kleineren Laucharten. Mit einer Höhe von 50cm bildet er durch zahlreiche Brutzwiebeln gern kleine Rasen. Der Rosenlauch wächst auf einem sonnigen warmen Standorten, der einen guten Wasserabfluss haben sollte. Dann fühlt er sich wohl, wie in seiner Heimat Südeuropa, der Türkei oder Nordafrika. Foto oben:  Der weiße Kiellauch  Allium carinatum ssp pulchellum Album  ist gut geeignet für Pflanzungen auf trockenen Böden, wie Steingärten, Mediterrane Gärten oder Steinanlagen. Diese Art ist wertvoll, da sie mit einer späten Blütezeit im Juli bis September aufwartet. Der Lauch sät sich dort wo er sich wohl fühlt aus und bildet so im Laufe der Zeit schöne Bestände. Seine Höhe beträgt 40 bis 50cm. So ist er ein guter Partner für Reiherfedergräser wie  Stipa tenuissima  oder Edeldisteln wie  Eryngium giganteum. Der Himalaja Riesenlauch oder Riesenball Lauch  Allium giganteum  – ist aufgrund der großen Blütenbälle wahrhaft majestätisch. Mit ihm setzt man Akzente. Der einzelne Lauch kann bis zu 150cm hoch werden und sorgt im Juli für Furore im Beet. Es gibt Sorten wie  Allium Hybr. Gadiator  oder  Allium Hybr. Globemaster. Letzterer hat außergewöhnlich große Blütenbälle, die bis zu 20cm Durchmesser haben können, bleibt jedoch von der Wuchshöhe mit 80cm vergleichsweise niedrig.  Foto oben:   Auch nach der Blüte bleibt  Allium  noch einige Zeit attraktiv. Vielleicht wartet man noch ein wenig bis sie abgetrocknet sind. Dann lassen sie sich meist ganz leicht vom Boden lösen und einsammeln. Foto unten: Die Speisezwiebel  Allium cepa  ist auch im Ziergarten attraktiv. Auch wenn sie jedes Jahr neu gesteckt werden muss, sieht sie auch zwischen anderen Pflanzen toll aus. So kannst Du im Staudenbeet ernten. Foto oben:  Schon lange wird der Schnittlauch  Allium schoenoprasum  neben der kulinarischen Nutzung auch als Zierform verwendet. Sogar als Einfassung, wie eine kleine Schnittlauchhecke lässt sich das Zwiebelgewächs verwenden. Probiere mal einen Topf aus dem Supermarkt in den Beetvordergrund deines Staudenbeetes zu pflanzen. Das sieht nicht nur hübsch aus, sondern Du kannst auch ernten. Foto unten:  Der Bärlauch  Allium ursinum  ist ein wilder Lauch. Er verbreitet sich unter Gehölzen und bildet dort kulinarische, kräftig aromatisch riechende Teppiche. Wenn Du Platz für den Bärlauch hast, probiere ihn mal aus. So hast Du immer auch ein paar Blätter für die Küche und kannst dein eigenes Süppchen kochen. Übrigens noch mehr Informationen findest Du in dem Blogbeitrag über  Blumenzw iebeln. Kombinationen mit Zierlauch und Stauden Gern verwende ich nordamerikanische Stauden, da sie viele Vorteile haben, wie lange Blütezeit und gesundes Laub. Dennoch haben sie einen Nachteil – sie treiben spät aus und blühen erst später im Jahr. Ich habe immer nach Möglichkeiten gesucht diese Lücke zu überbrücken. Zierlaucharten kamen mir sehr gelegen. Ich konnte sie platzsparend einfach in großen Stückzahlen zwischen die Stauden stecken und hatte ein grandioses Bild im Frühsommer. Das früh welk werdende Laub wurden durch die Stauden gut verdeckt. Eine perfekte Allianz. Ich habe Zierlauch oft verwendet… hier einige Beispiele: Allium christophii mit Euphorbia seguieriana subsp. niciciana und Artemisia abrotanum var. maritima Allium "Mount Everest", Allium nigrum, Escholzia californica, Nasella tenuissima in der Staudengärtnerei in Rödelsee, Foto: Sylvia Knittel Allium caeruleum, Allium christophii, BUGA Erfurt 2021, Planung: Petra Pelz, Foto: Sylvia Knittel Allium christophii mit Astrantia, Planung Petra Pelz Allium Summer Drummer mit Althaea cannabina, Planung: Petra Pelz, Foto: Sylvia Knittel Allium senescens, Planung: Petra Pelz: Foto: Sylvia Knittel Amsonia 'Halfway to Arkansas' und Allium aflatunense und Allium Hybr. Globemaster, ega Park, BUGA Erfurt 2021, Planung: Petra Pelz, Foto: Sylvia Knittel Verblühte Allium mit Kugeldisteln und Achillea, Schafgarbe Allium auf der LAGA Aschersleben 2011, Planung: Petra Pelz Allium mit Baptisia Allium Hybride 'Mount Everest', Salvia nemorosa 'Tänzerin', BUGA Koblenz 2011, Planung: Petra Pelz Lust auf tolle Kugeln im Garten? Hier bekommst Du weitere hilfreiche Informationen und Tipps. In diesen Gärtnereien und bei diesen Lieferanten, können Zierlauch in vielen Arten und Sorten im Herbst bestellt werden: Gärtnerei Michael Camphausen und Küpper Blumenzwiebeln     Foto: Sylvia Knittel Vielleicht hast Du ja Lust auf ein tolles Buch, damit im Herbst alles wie am Schnürchen läuft… Hier habe ich folgende Buchempfehlung: *Allium  von Dilys Davies Hinweis: Die mit Sternchen ( * ) gekennzeichneten Verweise sind sogenannte Provision-Links. Wenn Du auf so einen Verweislink klickst und über diesen Link einkaufst, bekomme ich von deinem Einkauf eine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht.   Viel Spaß beim Stöbern und Studieren… und bleib natürlich Deine Petra

  • SPANNENDE SALBEIARTEN DIE DU KENNEN SOLLTEST

    Ein Gastbeitrag von Frank Fischer Den “bekannten Unbekannten” – so nennt  Frank Fischer  seinen Liebling, den Salbei. Die Gattung ist groß und es gibt immer wieder neue Arten. Die sind erst einmal unbekannt und schlummern in den Pflanzenquartieren der Staudengärtnereien, wie in der von  Frank Fischer . Da dieses “Dornröschen-Dasein” schade ist, habe ich den Inhaber  Frank Fischer  gebeten, uns seine persönlichen Favoriten ans Herz zu legen. Wir beide sind uns einig; Diese schönen Salbei gehören künftig in jeden Garten. Dort können sie mit Gräsern oder Stauden ihre filigrane Schönheit oder exotische Farbenpracht entfalten und zu neuen spannenden Arrangements kombiniert werden... Über mich… Die al(lt)bekannte Salbei hat sein Plätzchen im Kräuter- Beet schon längst erobert, kommt hier zu Lande aber meist nicht über den Status als Küchenkraut und Heilpflanze hinaus. Schade! … finde ich,  Frank Fischer . Mich hat jedenfalls die Faszination der ganzen Gattung gepackt, die so groß und (extrem) vielfältig ist, wie kaum eine andere. Als gelernter Zierpflanzengärtner der direkt nach der Ausbildung ins Fach der Staudengärtner gewechselt hat, liebe ich es, diese beiden in Kulturführung doch unter-schiedlichen Bereiche, zu verbinden. Bei den vielen sehr unterschiedlichen Ansprüchen der Salbeiarten kommt mir das zugute. Nach vielen Jahren des Sammelns und mitschleppen, blieb mir letztlich kaum eine andere Möglichkeit als ein festes Plätzchen zu suchen, um der auf hunderte von Arten und Sorten gewachsenen Salvia-Sammlung eine „Heimat“ zu geben. Mein Traum eines Salbei-Gartens Mit der Verwirklichung von einem Salbeigarten in Umkirch bei Freiburg ist mir das gelungen. Hier kann ich nun nach Herzenslust und zum Teil dickköpfig meiner Salbei-Leidenschaft freien Lauf lassen und ‚der Salbei’ bekommt seine verdiente Bühne. Der Garten ist das Herz der Gärtnerei als unverzichtbares Mutterpflanzen-Quartier und dient mir dabei gleichzeitig als große Spielwiese. Ja, schön angelegt soll er sein, es ist aber auch ein großes Experimentier- und Sichtungsfeld. Verschiedenste Lebensbereiche wurden und werden geschaffen, und ohne auferlegte Limits Grenzen ausgelotet. Abgesehen vom Bestimmen von Arten und Sorten, liegt das Augenmerk auf das Testen der Winterhärte und auf gestalterischen Möglichkeiten.     Das breite Spektrum des Salbei - Spannende Salbeiarten Als wahrer Kosmopolit über die ganze Welt verteilt, ist Salbei nicht nur sehr variabel in Form, Farbe und Größe, sondern auch äußerst unterschiedlich in ihren Lebensbereichen und bieten dementsprechende verschiedene Möglichkeiten in der Verwendung. Vom trockenen Schatten, in Sträucher „kletternd“, bis zu feuchten Wiesen…. ob im Alpinum, Staudenrabatte oder im Kübel …, klein oder mächtig, graublättrig oder frischgrün… eine passt immer! Je nach Jahreszeit, wo im Garten ich geradestehe oder entsprechend meiner Laune, habe ich einen anderen Favoriten. Im Folgenden eine kleine Auswahl meiner Lieblinge: Salvia 'Saxdorf' In der bekannten Gruppe der staudigenen Arten wo die vielen Sorten von Salvia nemorosa wohl am häufigsten verwendet werden, gibt es auch Überraschendes. Salvia 'Saxdorf' - eine Hybride zwischen S. nemorosa und S. nutans lässt mein Herz höherschlagen. Ich liebe es Koriander dazwischen zu pflanzen. Damit lassen sich zauberhaft luftige Anblicke schaffen So fühlt man sich wie auf einer Sommerwiese. Salvia guaranitica   Nicht wirklich neu aber erstaunlicherweise wenig verwendet wird Salvia guaranitica. Gerade die Sorte 'Blue Enigma' aber auch 'Black and Blue' haben sich mit entsprechender Mulch- Abdeckung überraschend winterhart erwiesen. Mit ihrem aufrechten Wuchs und sattem Grün bringen sie schnell Struktur und Üppigkeit ins Beet, bevor ihre tiefblauen Blüten erscheinen. Sie blühen im Übrigen auch nicht so spät wie ihnen oft nachgesagt wird, bei mir im Garten schon ab Ende Juli. Mit 'Jeans Juwel' gibt es auch einen sehr willkommenen „Color-break“ in einem kräftigen Magenta. Ich kann mich sehr gut an den Tag erinnern als mich Kathleen Navarez in Kalifornien in den Garten lotste mit den Worten – „Frank, you have to see this!!!“ Ein Sämling der mehr oder weniger zufällig stehen geblieben ist, erwies sich als wahre Überraschung! Mein Tipp: Salvia guaranitica liebt einen nicht zu trockenen frischen humusreichen Boden und kann, wenn er sich wohlfühlt, bis zu 1,50 m hoch werden. Dann lässt er sich wie ein Strauch verwenden. Salvia microphyllas Eine bunte Farbpalette und 1000 und 1ne Möglichkeit zur Verwendung bietet die Gruppe der, nennen wir sie eben Strauchsalbei. Botanisch ist die Benennung inzwischen ein wenig ein durcheinander geraten. Meist werden sie S. greggii genannt, obwohl dies tatsächlich die wenigsten von ihnen sind. Meistens sind es vielmehr S. microphyllas bzw. sogar Hybriden zwischen mehreren Arten. Dies soll jetzt aber gar nicht so wichtig sein, denn super sind sie eigentlich alle! S. 'Royal Bumble' und S. microphylla 'Hot Lips' dürften die bekanntesten sein. Bei der Züchtung und Auslese lege ich in erster Linie Wert auf Winterhärte. Dann und wann sind es auch Besucher die den entscheidenden Anstoß geben eine Sorte zu benennen. So ist es beider Sorte S. 'Pioneer' geschehen. Sie hat mit ihren rotlila Blühten keine aufregend Farbe, jedoch ist sie so gesund und gut im Wuchs, dass sie vielen Leuten aufgefallen ist. S. 'Little Darling' dagegen hat eher kleine hell kirschrote Blüten. Doch mit ihrem straff aufrechten Wuchs können ungewöhnliche Partnerschaften gepflanzt werden. Mein Tipp: Im Topf auf der Terrasse machen übrigens alle Sorten eine gute Figur. Salvia Hybr. 'Amber' Mit Salvia 'Amber' haben wir eine recht mächtige krautige Hybride zwischen Salvia glutinosa und Salvia flava var. megalantha. Sie wächst auch sehr gut im Halbschatten, was ihren beiden Elternteile zu danken ist. Die bernsteinfarbenen Blüten stehen gut über den sehr großen breiten Blättern und können einer Pflanzung im Hintergrund richtig Masse geben. Salvia involucrata ist eine weitere Überraschung was die Winterhärte anbelangt. Ich muss hier sicher zugeben im Weinbauklima Südbadens gegenüber manch anderen Gegenden einen Standort-Vorteil zu haben. Doch rate ich zu mehr Mut und zum “Einfach-mal-ausprobieren”. Eine dicke Packung Laubabdeckung kann Wunder wirken. Schon im Austrieb sehen die Blätter spannend aus, rasch recken sich die Triebe in die Höhe und geben einer Pflanzung wahrlich einen Rahmen. Die pink farbigen Blüten erscheinen recht spät (Anfang September), haben aber schon super architektonische Blütenknöpfe und blühen so lange bis die ersten Fröste kommen. Salvia farinacea (Bild unten) – Bei S. farinacea denkt man eventuell erst einmal an kompakte öffentliches Grün Beetpflanzungen. Mit S. farinacea 'Henry Duelberg' in lila blau oder S. farinacea 'Augusta Duelberg' in weiß gibt es auch bis zu 1m hohe luftige Vertreter der Texaner. Mit der Hybride S. 'Indigo Spires' (S. farinacea x S. longispicata) geht es noch höher hinaus. Die bis zu 30cm langen Indigoblauen Blütenrispen blühen mit elegantem Schwung unaufhörlich bis tief in den Herbst hinein. Eigentlich ein „Muss“ im Hintergrund einer Staudenpflanzung. Salvia azurea Exzellent fügt sich Salvia azurea in eine Präriepflanzung ein. Aber auch jeder anderen Pflanzung können die schönen himmelblauen Blüten im Herbst ihren zarten Stempel aufdrücken, solange der Standort voll sonnig und trocken ist. Luftig leicht und doch prägend zugleich fällt mir dazu ein. Salvia procurrens   Wenn bei Salbei über einen Bodendecker gesprochen werden kann, dann bei Salvia procurrens. Wie eine gedopte Gundelrebe kann diese ungewöhnliche Salvia mit ihren langen Ausläufern schnell größere Flächen bedecken. Im Juli erscheinen unzählige zarte Blütenkerzchen die in blauweiß Kontrastreich über dem groben Blatt tanzen. Salvia spathacea Als eine der größten Überraschungen im Garten hat sich Salvia spathacea gezeigt. Der Kolibri-Salbei der seinen Namen sehr zurecht trägt, denn wo S. spathacea in Kalifornien wächst sind die kleinen Flitzer nicht weit, kann bestens mit Wurzeldruck umgehen und fühlt sich in lichtem trocknem Schatten wohl. Unter eine alte Thuja, direkt (!) an den Stamm gepflanzt wird die Pflanze jedes Jahr schöner. Der Winterschutz ist zwar etwas aufwendig – bei minusgraden mit einem dicken Fließ abdecken, bei sehr kalter Witterung mit Dauerfrost noch eine Laubschüttung drüber, und wenn es mild ist aufdecken. Wenn aber Ende Mai die ersten Blüten aus den dicken Ähren schieben ist es alle Mühen wert gewesen!   Salvia valentina   Auch viele, die in der Schar mit leuchtenden Farben und duftenden Verwandtschaft, nicht so schnell auffallen, können in ihrer Bescheidenheit wertvoll sein. Salvia valentina ist so eine der unscheinbar kleinen, die in der Masse aber wunderbar wirkt und schwer zu bepflanzenden, kargen Stellen besiedelt. An solchen extremen Standorten, suche ich mir eine Stelle wo gerade noch eine Pflanzung möglich ist, oder stelle einen schönen Topf für eine Saison an den entsprechenden Platz. Denn Rest erledigt Selbstaussaat und kontrolliertes jäten. Wer schon immer Salbei mochte oder jetzt denkt, da würde ich mich auch mal gerne durchschnuppern, sei herzlich eingeladen im Salbeigarten! Ich wünsche mir, dass die Besucher in ihrer eigenen Fantasie angeregt werden. Sie sollen sich in meiner Gärtnerei Inspirationen für ihren eigenen Garten holen – denn mein Traum ist:   „Kein Garten ohne Salbei!   Die dazugehörige Gärtnerei auch mit vielen „Salbeibegleitpflanzen“ wie Kräuter, Chilis, Stauden und mehr, hat am Freitag und Samstagmorgen geöffnet. Alle Pflanzen stammen aus eigener Vermehrung nach ökologischen Prinzipien. (Kein Versand.) Hier kommt ihr zur Webseite: www.franks-salvias.de   Viele aromatische Salbeigrüße Ihr Frank Fischer Salvia azurea Grandiflora und das Patagonische Eisenkraut Verbena bonariensis. Planung und Foto: Petra Pelz Vielen Dank Frank. Ich wette, jeder Gartenliebhaber hat garantiert mindestens einen Salbei im Garten. Falls nicht…  ja, dann wird es höchste Zeit! Mit ihren vielgestaltigen Blüten sind sie beliebt allen Arten von Gärten. Sie vereinen das Schöne und das Nützliche. Und sogar die Bienen fliegen drauf… wenn das kein Grund ist, dieser Pflanze ein Plätzchen im Garten zuzuweisen! Lust auf eine Gartenplanung mit Salbei? Verschiedene Gräser, Blumenzwiebeln und Stauden können gut mit Salbei Arten kombiniert werden. So lässt sich der Steppensalbei, Salvia nemorosa in einem Gartenbeet mit Gräsern gestalten . Geeignet sind Gräser, wie Stipa gigantea oder Stipa tenuissima. Sie passen hervorragend und es entsteht ein steppartiger Charakter. Alle Salbeiarten kann man mit vorzüglich mit passenden Stauden, Blumenzwiebeln und Gräsern kombinieren. Steppensalbei, Allium und Gräser passen hier besonders gut, da der Zierlauch zeitgleich mit dem Salbei blüht und beide die Gräser hervorragend ergänzen können. Ich habe einige Arten für dich mit Hilfe der Pflanzenreich-App zusammengestellt. In der Garten-App findest du schöne und garantiert passenden Pflanzen für deinen Garten, die Terrasse oder den Balkon. Hier einige Inspirationen: Foto oben: Verschiedene Salbei Arten sind hier einfach miteinander kombiniert. Dazu passen Schafgarben Achillea millefolium hier in weiß.  Foto oben: Die hohen Reitgräser Calamagrostis acutiflora 'Karl Foerster` mit ihrem warmen Honigton passen gut zu dem strahlenden Blau des Präriesalbei Salvia azurea 'Grandiflora'.  Foto oben: Blautöne sind bei Salbei am häufigsten anzutreffen. Hier sind der Steppensalbei Salvia nemorosa, der Salbei 'Amistadt', der einjährig ist und etwas später blüht und verschiedene Schafgarben in magenta und roten Tönen kontrastvoll kombiniert. Foto oben: Der Gewürzsalbei Salvia officinalis ‘Icterina‘ , der Muskatellersalbei Salvia sclarea, die Schafgarbe Achillea millefolium ‘Lachsschönheit’ und zarte Doldenblüher sind hier miteinander kombiniert. Mehr Informationen zur Pflanzenreich App findest du hier . Bis zum nächsten mal und bleib natürlich! Deine Petra

  • DIE GÄRTNER MEINES VERTRAUENS - GÄRTNEREI WEINREICH

    Ein Blogbeitrag von Petra Vor einigen Tagen traf ich mal wieder Jan Weinreich aus meiner Lieblingsgärtnerei Floragarten . Wir planten gerade einen größeren Privatgarten im Raum Hannover und Jan lieferte... schnell und pünktlich, wie gewöhnlich. Durchaus keine leichtes Unterfangen, denn die Hauptsaison war vorbei und die Pflanzenquartiere ziemlich leer. Für Jan trotzdem kein Problem. Nach einigem Hin und Her am Telefon und einigen wenigen Ersatzpflanzen, war die Lieferung komplett. Da dachte ich mal wieder; ist schon toll, solche Zusammenarbeit mit guten Gärtnern. Ohne das Engagement und die Leidenschaft auf der "anderen Seite", wären die pflanzlichen Ideen auf dem Papier nichts wert. Ich möchte mal  Danke  sagen, an Jan und an Christian Baltin, dem Gärtner mit dem das alles anfing ... Anfang mit Lieferschwierigkeiten Damals, nach meinen ersten Erfahrungen mit  Staudenpflanzungen wusste ich, wenn ich künftig mit Wildstauden planen möchte, muss ich mich kümmern. Denn die neuen Stauden und Gräser- Sortimente waren schwierig zu bekommen. Wolfgang Oehme lehrte mich, Pflanzen in hohen Stückzahlen zu verwenden. Nicht zehn oder zwanzig Stück.... nein zweihundert Euphorbia palustris , Bistorta officinalis ‘Superba’ oder Tanacetum macrophyllum sollten es sein. Und es war nahezu unmöglich alle und nochdazu in ausreichenden Stückzahlen zu bekommen. Sie wurden nicht produziert, denn damals gab es kaum Bedarf und kein großes Interesse an Wildstauden. Beet und Prachtstauden waren, wenn auch selten zu sehen, zu dieser Zeit populär. Die Gärtnerei Floragarten in Wolmirstedt war die einzige Adresse in meiner Nähe, die ich kannte. Sie war für Züchtungen spezieller Kulturen wie Echinacea, Astern und Rittersporn weit über die Grenzen bekannt. Zu dieser Zeit führte Alfred Weinreich den Betrieb. Als ich ihm meine Wunschliste der Stauden zeigte, riet er mir, mich lieber an einen anderen Betrieb zu wenden. Er hatte ein sehr traditionelles Sortiment und musste passen. Wolfgang Oehme in der Gärtnerei Baltin Inzwischen hörte ich von der Gärtnerei Baltin in Wolfsburg. Bald darauf lernte ich den Inhaber Christian Baltin kennen. Auf Anhieb fand ich ihn sympatisch. Er hatte sofort ein offenes Ohr für meine pflanzlichen Wünsche und beantwortete meine Fragen geduldig und kompetent. Als mich Wolfgang Oehme wieder mal besuchte, erzählte ich ihm von der neuen Begegnung. Spontan meldeten wir uns zu einem Besuch in Wolfsburg an. Beide Gärtner hatten ebenfalls sofort einen „grünen Draht“ zueinander. Beim Rundgang, durchstöberten sie die Topfquartiere und Mutterpflanzenbeete. Hierbei kam es zu lustigen Fachsimpeleien; wie …die ist winterhart, die hat gemeine Ausläufer und vermehrt sich in Guerilla-Taktik, die steht wie eine Eins, da kannst Du ein Fahrrad gegen lehnen… Wir hatten viel Spaß und wussten fortan, diese Zusammenarbeit wird gut. Undercover - Verbotene Lieferungen In den fast täglichen Telefonaten, die Wolfgang mit mir meist nach 22.00 Uhr führte, sprach er begeistert von dieser und jener Pflanze, die ich unbedingt mal ausprobieren müsse. Wenn er so schwärmte, klang das schon sehr verführerisch. Ich sah diese Stauden oder Gräser schon in perfekter Kombination ins Beet gesetzt. Für die Verfügbarkeit der nicht verfügbaren Pflanzen sorgte er ebenfalls prompt. Er präparierte das eine oder andere Päckchen, schickte es in die Gärtnerei oder brachte es persönlich bei seinen Besuchen mit, meist verbotener Weise. Schrittweise konnte Christian Baltin mit wenigen Pflanzen, wie die Rutenhirse Panicum virgatum 'Cloud Nine', das Chinaschilf Miscanthus sinensis 'Morning Light' oder die Johanniswolke Aconogonon speciosa einen ansehnlichen Bestand aufbauen. Für mich war das phantastisch. So konnte ich tolle Beete damit planen. Das Japanwaldgras, Hakonechloa macra ist noch heute mein absolutes Lieblingsgras. Diese Pflanze sah ich vor vielen Jahren in einem Vorgarten in Amerika, als ich Wolfgang Oehme besuchte. Ich war sofort angetan und hätte es am liebsten gleich im Koffer nach Hause abtransportiert. In den hiesigen Gärtnereien gab es lediglich die gelb und weißbunten Sorten, die ich nicht so besonders mochte. Ich schwärmte seit jener Entdeckung für die grüne Form. Sie wirkte auf mich natürlicher, war viel robuster und frosthärter. Leider gab es sie nirgends zu kaufen. Auf meine Anfrage reagierte Christian mit dem Vorschlag, tausend Jungpflanzen aus Amerika einzuführen. Das fand ich einfach großartig und er tat es auch. Er zog sie groß und ich konnte von nun an dieses elegante Gras in meinen Projekten verwenden, wie auf der Internationalen Gartenschauen in Rostock 2003. Heute ist es populär und in vielen Gärtnereien erhältlich. Jan Weinreich übernimmt Später lernte ich dann Jan Weinreich kennen und hatte ab da, neben Christian Baltin, einen zweiten verlässlichen Partner in pflanzlicher Hinsicht. Sein Onkel Alfred Weinreich war inzwischen verstorben und Jan übernahm das gärtnerische Erbe und damit auch eine große Verantwortung. Obwohl er Landschaftsarchitektur in Dresden studiert hatte, stellte er sich der Aufgabe, den über 150jährigen Betrieb in die neue Zeit zu bringen. Ihm gelang der Spagat, das Traditionelle mit dem Neuzeitlichen zu verbinden. Liebgewonnene und altbewährte Sortimente wurden ins Repertoire übernommen und durch neue spannende Sortimente ergänzt. Jan hatte schon immer ein Faible für Neues. Wann immer ich einen Wunsch nach einer neuen Pflanzenbekanntschaft hegte, er war bereit… zu jeder Schandtat. Das begeisterte mich. Plötzlich kam die Nachricht; die Gärtnerei Baltin schließt. Zunächst war ich fassungslos. Die lange Zusammenarbeit, die mir so vertraut war und sich immer selbstverständlich anfühlte, sollte nun enden. Schließlich sah ich es auch ein. Christian ging in den wohlverdienten Ruhestand, den er sich nach vielen Jahren einfach verdient hatte. Leider fand er keinen geeigneten Nachfolger, was ihm damals zu schaffen machte. Heute ist die Gärtnerei, die ebenfalls über mehrere Generationen geführt wurde, bebaut mit Eigenheimen. Sicher hätte sich Christian auch so einen Jan gewünscht… Doch das Gärtnerleben ist nicht einfach und junge Leute, die so eine Aufgabe mit Herzblut bewältigen, sind dünn gesät.    Die Sortimente entwickeln sich weiter Mittlerweile hatte ich die Erfahrung gemacht; wenn Pflanzen häufig nachfragt und den Gärtnereien abgenommen - das heißt verwendet - werden, dann findet man sie später auch dauerhaft in den Sortimenten. So einfach ist das oder auch nicht. Gerade Gartenschauen boten Chancen, Neuheiten zu entdecken. Die häufige Nachfrage brachte ebenfalls Bewegung ins Sortiment. Bis heute interessieren mich Pflanzen, die sich für die Verwendung in pflegeleichten Gärten eignen. Ich bin kein Liebhaber spezieller Kulturen und es ist mir egal, ob das Blatt noch einen Punkt oder einen Streifen hat oder die Blüte in einer Farbnuance anders ist. Selbstverständlich lege ich auch Wert auf eine schöne Form und besondere Farbe einer Pflanze. Jedoch wichtiger finde ich die physischen Eigenschaften von Pflanzen. Solche, die sie wertvoll für die Verwendung machen. Mein Interesse gilt Pflanzen, die dauerhaft sind, eine lange Blütezeit haben, vom Austrieb bis zum Absterben gut aussehen, das heißt vor allem, das sie gesundes Laub haben. Viele Pflanzen gibt es schon in den Sortimenten. Jedoch viele dieser pflanzlichen Schätze schlummern in Botanischen Gärten, in Sortimentsgärtnereien oder auch in der Natur.  Sie sollten den Weg in die Gärtnereien finden, zu Gärtnern, wie Christian Baltin oder Jan Weinreich. Dort sind sie in guten Händen und wir können sie in neue, moderne Gärten bringen. In diesem Jahr begehe ich ein besonderes Jubiläum. 25 Jahre eine lange Zeit und mit guten Partnern. Deshalb möchte ich mal Danke sagen, weil es mir wichtig ist. Ich hoffe es hat dir gefallen und auch Du kennst ebenfalls solche Gärtner - welche die bescheiden, fleißig und kompetent sind, nie um eine Antwort rund um die Pflanze verlegen... .... bleib natürlich Deine Petra  Du interessierst dich für Stauden? Hol dir die 20 besten Stauden für trockenheitsliebende Beete! Hier geht es zu unserer kostenfreien Liste:

  • DIE 10 BESTEN ELFENBLUMEN UND WARUM DU SIE KENNEN SOLLTEST

    Ein Gastbeitrag von Janna Meyer Elfengleich tanzen im Frühling zarte Blüten über schön gezeichnetem Laub. In der Gattung  Epimedium  gibt es eine breite Vielfalt. Hin und wieder hüpft dem leidenschaftlichen Sammler das Herz. Rein äußerlich sind Elfenblumen wahre Kunstwerke; zart und fragil. Deshalb vermutet man nicht, was in einigen so steckt. Es gibt Arten, die sind hart im Nehmen.  Epimedium perralchicum "Frohnleiten"  zum Bespiel; im Schatten und Halbschatten unter Gehölzen entfaltet diese Pflanze eine unglaubliche Wuchskraft. Sie bildet dichte undurchdringliche Teppiche, das das Unkraut weicht. Sogar Wurzeldruck macht dieser Art nichts. So gibt es zwar einige aber es gilt nicht für alle Elfenblumen. Die meisten und hier vorgestellten Arten und Sorten sind eher selten, sie sind Lieblingsstücke, die horstig und auch langsam wachsen. In jedem Frühling finden im Stadtpark Hannover die Pflanzentage statt. Dann reihen sich die mit Pflanzen beladenen Verkaufstische wie an einer Perlenschnur entlang der Wege. Bei schönstem Sonnenschein bin ich mit zahlreichen anderen Pflanzenliebhabern dort entlang geschlendert. Die Verkaufsstände waren dicht umlagert. Zurecht, denn viele Neuheiten gab es zu sehen. An einem Stand machte ich Halt. Spannende, noch nie gesehene Elfenblumen gab es hier. Hinter dem Verkaufstisch stand Janna und wir kamen ins Gespräch. Janna ist leidenschaftliche Gärtnerin, mit einem Faible für Elfenblumen genau wie ihr Freund Lars. Obwohl Gärtner ja im Frühjahr eigentlich keine Zeit haben, war sie bereit, etwas über ihr Herzensthema zu schreiben: Ein Plädoyer für die Elfenblume Mein Name ist  Janna Meyer  und ich bin seit ca. vier Jahren ein absoluter Fan von Epimedien. Das war nicht immer so. Mein Freund Lars hat mich angesteckt, ja er hat mich infiziert. Durch ihn teile ich nun dieselbe Leidenschaft. Ich finde, das mein Freund ein absoluter Experte auf diesem Gebiet und die Zusammenarbeit mit ihm sehr spannend ist. Wir sind beide Staudengärtner und lieben alle möglichen Schattenstauden, aber Epimedien haben es uns besonders angetan. Man könnte sagen; sie sind zu unserer großen Leidenschaft geworden. Ich möchte in diesem kleinen Beitrag etwas über Elfenblumen schreiben. Es ist mir eine Freude Euch einmal diese wunderbaren Pflanzen, die mit botanischem Namen Epimedium heißen, näherzubringen. Bevor ich aber zu einzelnen Porträts der besten Elfenblumen komme, liefere ich nun noch ein paar grundlegende Informationen zu dieser Staudengattung. Epimedium gibt es in verschiedenen Arten und Sorten Die meisten Menschen die Epimedien schon in ihrem Garten haben, kennen diese als super Bodendecker. Allerdings soll hier gesagt sein, dass die wenigsten Elfenblumen bodendeckend wachsen. Die meisten von ihnen breiten sich horstig aus, bleiben also an einer Stelle. Sie werden zwar jedes Jahr etwas breiter, aber sie machen keine großen Flächen zu.  Der Standort Elfenblumen wachsen mit Vorliebe im Halbschatten bis Schatten. Sie sind keine Sonnenanbeter. Schattenstauden nutzen generell die ersten Sonnenstrahlen im Frühjahr, um zu blühen. In dieser Zeit sind noch keine Blätter an den Bäumen, und so kommt genügend Sonne an ihren Standort. Ihre Blütezeit ist in den meisten Fällen relativ kurz (April bis Mai). Der Boden, den die  Arten vorwiegend bevorzugen, ist humos und feucht. Wie die meisten Stauden, mögen auch Epimedien keine Staunässe und auch keinen Standort mit extremer Trockenheit. Unter Nadelbäumen kommen sie nicht gut zurecht. Sie vertragen zwar kurze Trockenphasen, aber auf Dauer schadet dies der Pflanze. Warum wir Elfenblumen lieben Wir lieben Epimedien , weil sie wunderschöne Blüten haben, die wie grazile Elfen im Wind tanzen. Darüber hinaus sind sie einfach unglaublich pflegeleicht. Foto: Leonie Humenda Wo kommen Elfenblumen eigentlich her Elfenblumen kommen überwiegend ursprünglich aus Asien (China und Japan). Die meisten japanischen Arten und Sorten sind nicht wintergrün. Sie verlieren im Herbst ihr Laub und treiben im Frühjahr wieder neu aus. Die meisten chinesischen Arten und Sorten aber sind wintergrün. Sie verlieren ihr Laub über den Winter nicht. Noch ein paar Worte zur Pflege Da die Pflanzen (chinesische Arten und Sorten) über den Winter das Laub nicht verlieren, wird es im Frühjahr nach und nach etwas unansehnlicher. Generell schiebt sich neues Laub über die alten Blätter. Doch wenn man möchte, kann man das alte Laub im Februar bis März auch zurück schneiden. Dies sollte aus gutem Grund so früh wie möglich passieren. Denn wenn man zu spät ist, läuft man Gefahr, die neue Austriebe und sogar neue Blütentriebe mit abzuschneiden. Meine 10 liebsten Arten und Sorten - die besten Elfenblumen Beginnen möchte ich mit Epimedium 'Togen' Diese wundervolle Elfenblume besticht durch eine sehr frühe und eine sehr reiche Blüte, oft schon im März. Zusätzlich handelt es sich bei 'Togen' um eine Sorte, die bodendeckend wächst, also schnell Flächen bedeckt. Allerdings gehe ich davon aus, dass dieser Bodendecker lieber frischere Böden mag, als zum Beispiel Epimedium 'Frohnleiten' . Die Blüte von Epimedium 'Togen ' ist zartrosa, eine Farbe, die bei den Bodendeckern bis vor kurzem nicht vertreten war. 'Togen' ist eine Hybride, vermutlich aus Epimedium leptorrhizum und Epimedium grandiflorum . Der Blattaustrieb dieser Sorte ist bronzefarben und harmoniert perfekt mit den rosa Blüten. Ein weiterer Bonuspunkt bei ihr ist, dass sie wintergrün ist. Mit ihren 25cm Höhe ist sie eine der niedrigeren Sorten. Epimedium 'Pink Champagne' Diese Sorte ist wohl eine der Schönsten. Sie blüht in einem kräftigen Pink, dass sich je nach Wetter dunkler oder heller färbt. Im Austrieb hat 'Pink Champagne' ein sehr schön gezeichnetes Blatt. Sie ist wintergrün und wächst horstig. 'Pink Champagne' wird ca. 40 cm hoch und kann schon etwas weiter nach hinten ins Beet. Ihre Blüte zeigt sich ungefähr von April bis Ende Mai. Epimedium Hybr. 'Domino' Durch ihre unglaublich lange Blüte ist diese Züchtung von Darrel Probst ein absoluter Liebling von mir. Sie schiebt im Laufe der Saison immer wieder Blüten nach. Je nach Sommer, hatten wir sogar noch bis zum Herbst vereinzelt Blüten zu bewundern. Die Blüte ist rötlich nach oben hin ins Weiße übergehend. Sie blüht sehr reich und hat, wie die meisten Epimedien einen wunderschönen Blattaustrieb. Sie wird mit ihren ca. 60cm noch höher als Epimedium 'Pink Champagne'. Epimedium rhizomatosum x wushanense 'André Charlier' Auch 'André Charlier' besticht durch eine unglaublich lange Blütezeit. Die gelblich-orangenen Blüten sind teilweise bis in den November zu sehen. Eine absolute Ausnahme bei Frühjahrsblühern. Auch sie ist wintergrün und wächst horstig. Gezüchtet wurde diese Auslese von Daniëlle Monbaliu aus Belgien.  Epimedium wushanense 'Caramel' Diese Sorte hat eine außergewöhnliche Blütenfarbe von gelblich bis hin zu einem caramellfarbenen Ton. Bei ihr habe ich das Gefühl, dass sie etwas langsamer ist, als die anderen Sorten, was aber durch ihre zahlreichen Blüten wieder wett gemacht wird. Sie hat langes, schlankes Laub und ist, wie die anderen Sorten wintergrün. Sie kann sogar eine Höhe von ca. 60-80cm erreichen. Epimedium acuminatum 'Night Mistress' Sie ist wohl eine der dunkelsten Sorten. Ihre kräftig dunkelvioletten Blüten fallen sofort auf. Auch sie ist wintergrün. Sie ist eine Auslese einer variablen Art. Es handelt sich also nicht um eine Züchtung.    Epimedium acuminatum 'DJHC 734' Dieses Epimedium acuminatum, das keinen Sortennamen, sondern eine Sammlungsnummer besitzt, zeichnet sich durch eine grandiose Blattfärbung im Neuaustrieb aus. Auch hier ist die Blütenfarbe ziemlich intensiv dunkel. Sie wird circa 30cm hoch und ist ebenfalls wintergrün. Epimedium omeiense 'Akane' Ist eine meiner ersten Lieblingssorten gewesen. Ihre Blüte ist intensiv rot-gelb gefärbt, was bei Elfenblumen sehr selten ist. Ein richtiges Rot findet man in dieser Gattung kaum. Auch 'Akane' wächst horstig und ist absolut reichblühend. Sie ist eine natürlich vorkommende Kreuzung vom Berg Emei Shan aus China. Sie wird ca. 40cm hoch und bleibt auch im Winter grün. Epimedium grandiflorum 'Akagiza Kura' Sie ist eine der wenigen sommergrünen Sorten, die zu meinen Lieblingen zählt. Ihre Blütenfarbe ist absolut einzigartig und in der Welt der Epimedien kaum zu finden. Lachsrosa beschreibt diesen Farbton wohl am ehesten. Sie ist reichblühend und besitzt apfelgrünes Laub, welches wunderbar mit der Blüte im Kontrast steht. Sie wird ca. 40cm hoch, wächst aber leider sehr langsam.    Zu guter Letzt möchte ich euch Epimedium stellulatum (long leaved form) vorstellen. Sie hat sehr viel kleinere Blüten, als alle anderen vorgestellten Sorten. Die Blüten sind weiß (Sepalen), gelb (verkümmerte Petalen). Da sie aber sehr reich blüht, ist es absolut nicht tragisch, dass die Blüten recht klein sind. Sie fallen, wegen der Masse trotzdem gut auf. Dieser Typ hat sehr langes, schmales Laub, welches einen unglaublich schönen Austrieb im Frühjahr zur Schau stellt. Auch diese Sorte ist wieder wintergrün und wird an die 30cm hoch. Ich hoffe, ich konnte Euch so einen kleinen Einblick in die fabelhafte Welt der Epimedien geben. Vielleicht lässt der Anblick einer zarten Elfenblume nun auch Euer Herz höherschlagen, wie dies bei mir der Fall war und immer noch ist. Wenn Euch die eine oder andere Sorte interessiert und ihr euch jetzt fragt; Wo gibt es sowas zu kaufen? Dann schaut doch mal vorbei, denn wir haben eine Sammlung von ca. 200 verschieden Arten und Sorten zusammengetragen:  www.epimedium.info     Neben einer Preisliste, gibt es noch weitere wertvolle Informationen.... denn hab ich es schon gesagt; Elfenblumen sind meine Leidenschaft. Lars und ich würden uns freuen. Und falls ihr Lust auf Fachliteratur habt, ist „The Genus Epimedium And Other Herbaceous Berberidaceae Including The Genus Podophyllum“ von William T. Stearn aus dem Jahr 2002 ein absolutes Muss in eurem Bücherregal. Viel Spaß beim Stöbern. Janna Meyer Vielen Dank Janna! Ein wirklich toller, inspirierender Beitrag! Falls ihr euch für Pflanzen interessiert und immer neue Tipps und Inspirationen bekommen möchtet, meldet euch doch gern für unseren Newsletter an. Bleibt natürlich Eure Petra und Leonie

  • TROCKENHEIT IM GARTEN

    - SO GESTALTEST DU DEN GARTEN FÜR TROCKENE STANDORTE PFLEGELEICHT Ein Blogbeitrag von Petra Hast Du einen trockenen, sonnigen Garten? Wir gratulieren! Es gibt Pflanzen, die die Trockenheit im Garten meistern und sich auf trockenen Böden sogar noch wohlfühlen. Frische kühle Farbtönen bringen Pepp ins Beet. Mal kontrastreich oder Ton- in- Ton kombiniert, die Möglichkeiten sind vielfältig. Besonders elegant wirken kühle Farbtöne zu silbrigen Blättern,  wie zartes Blau zu frischem Rosè. Doch Farbe allein ist nicht Alles. Probier' doch mal eine bizarre Distel zu einem fedrigen Gras oder ein fedriges Gras zu einem wollig, silbernen Blatt.  Die Pflanzenwelt mit ihren Formen, Farben und Oberflächen ist ein Baukasten der Natur. Wir zeigen dir Pflanzen und Kombinationen für dein trockenes, sonniges Beet und wie du einfach auf trockenen Böden gärtnerst. So macht die Trockenheit deinem Garten nichts mehr aus! Trockenheitsliebende Pflanzen - für sie ist Trockenheit im Garten kein Problem! Foto unten: Der Steppen-Salbei (Salvia nemorosa 'Schneehügel') passt fast klassisch zu der Katzenminze (Nepeta fassenii) . Beide Arten blühen zeitgleich. Sie haben verschiedene Sorten in unterschiedlichen Farben. So lassen sich vielfältige Kombinationen immer wieder neu zusammenstellen. Foto unten: Die blaue Skabiose ( Scabiosa caucasica 'Perfecta')  hat etwas duftiges. Knopfartige Blüten tanzen durch das Beet und vermitteln unbeschwerte Leichtigkeit. Die Höhe ist bis 70cm und die Blütezeit von Juni bis August. Foto unten: Der Küchensalbei (Salvia officinalis ) hat nicht nur sehr schönes Laub, sondern auch eine schöne blaue Blüte. Foto unten: Die Großblütige Katzenminze ( Nepeta kubanica) hat beeindruckende Blüten, die von Juni bis  August unermüdlich blühen. Sie wird 70 bis 80cm hoch und ist zur Blütezeit garantiert der Star im Beet. Foto unten: Die Indigolupine (Baptisia australis) hat schönes bläuliches Laub und einen kugligen Wuchs. Himmelblaue Blütenrispen erheben sich im Frühsommer über dem sauber wirkenden Laub. Die Indigolupine wächst langsam, wird aber nach einiger Zeit sehr stattlich.  Inzwischen gibt es in der Gattung Baptisia viele Züchtungen in Farben wie Gelb, Weiß, Blau, Violett und Braun. Aufgrund der Größe bis 1.20m kann sie wie ein Strauch im Garten verwendet werden. Foto: Sylvia Knittel Foto unten: Die Kombination zwischen dem Natternkopf (Echium vulgare) und der Kugeldistel (Echinops ritro) mit dem zarten Schleierkraut (Gypsophila paniculata) haben wir auf der BUGA in Erfurt ausprobiert. Der zweijährige Natternkopf ist heimisch und fühlt sich in der Natur auf warmen, durchlässigen, sandig-lehmigen Standorten wohl. So möchte er auch im Garten einen eher trockenen, durchlässigen Standort. Ideal für Kiesbeet also... Die Wildpflanze entwickelt üppige Blüten und kann sich am zusagenden Standort reichlich versamen. Foto: Ferdinand von Luckner Foto unten: Die Hohe Bartiris ( Iris barbata elatior) gibt es in vielfältiger Farbenpracht. Sie hat im Mai bis Juni ihren Auftritt im Beet. Dann entfaltet sie ihre einzigartige Opulenz und Schönheit. Um sich wohl zu fühlen, braucht sie den vollsonnigen, trockenen, durchlässigen Boden. Der sollte allerdings relativ nährstoffreich sein. Die Rhizome sollten besonders flach gesetzt werden und zwar so, dass das Rhizom etwa zu einem Drittel aus der Erde ragt. Foto: Sylvia Knittel Wir müssen Pflanzen auswählen, die weniger Wasser brauchen! So schaffen wir einen pflegeleichten Garten. Foto unten links: Die Moschus-Malve ( Malva moschata) ist anspruchslos. Die heimische Art ist buschig verzweigt. Mit ihren hübschen hellrosa Schalenblüten ist sie ein passender Partner für alle im Juli blühenden Pflanzen im Beet. Sie wird 50 bis 60 cm hoch. Foto unten rechts: Der Brennende Busch oder Diptam (Dictamnus albus) wird leider nicht oft verwendet. Auf durchlässigem Boden, an einem warmen, sonnigen Platz fühlt sich die Pflanze wohl und wird nach anfänglich langsamer Entwicklung von Jahr zu Jahr schöner. In der Sonne verströmt die Pflanze ein herbes und zitroniges Aroma. Die rosa gezeichneten Blüten entwickeln später attraktive Samenstände.  Etwas Vorsicht sollte man im Umgang mit dem Brennenden Busch haben; bei Hautkontakt ruft die Pflanze phototoxische Reaktionen hervor! Foto unten: Die Steppen Salbei Sorten (Salvia nemerosa) sind eine Klasse für sich. Hier leuchtet die Sorte Serenade im Gegenlicht in einem schönen Rosè-Ton. Übrigens mehr zum Thema Salbei für den Garten findest Du hier: Kein Garten ohne Salbei- 9 Salbei Arten die Du kennen solltest Foto links unten: Auf der Gartenschau BUGA Koblenz 2011 hatte ich Lust verschiedene Salbei Sorten gemischt zu pflanzen. In der Auswahl von frühen bis späten Sorten. Die Wirkung war super. Die verschiedenen Blautöne wirkten variabel. Wie Reflexe bei Strähnchen im Haar... Und die Blütezeit wurde dadurch verlängert. Das Gras ist übrigens das frühblühende Riesenreiherfedergras (Stipa gigantea). Mehr zu schönen Gräsern für den Garten findest Du hier: Zarte Gräser im sonnigen Garten Foto rechts unten: Eine Präriepflanze aus Nordamerika ist der Bleibusch (Amorpha canescens). Der Halbstrauch ist ideal für den trockenen sonnigen Garten. Er wird in seiner Heimat, den trockenen Prärien Nordamerikas, auf durchlässigen und nährstoffarmen Böden als Pioniergehölz verwendet. Der Bleibusch wird 70 cm hoch, hat dünne, grau behaarte Zweige, zierliche, gefiederte Blätter und eine lange lila Blütenrispe. Die Blüte erscheint im Sommer. Foto unten: Der Bleiche Scheinsonnenhut (Echinacea pallida) ist eine elegante Erscheinung, die man garantiert nicht übersieht. Mit ihren federballähnlichen Blüten in einer wunderschönen rosa Farbe wirkt die Pflanze luftig, leicht und vermittelt ein Gefühl von es-ist-Sommer . Die Pflanze wird 70-80cm hoch und es empfiehlt sich, sie in kleinen Gruppen zu pflanzen. Übrigens, auch der Bleiche Sonnenhut zieht Schmetterlinge an. Foto unten: Der Berglauch (Allium senescens ssp. montanum) ist in einem weiten Gebiet von der Ukraine bis nach Nordportugal verbreitet. Diese Lauch-Art gedeiht an trockenen und sonnigen felsigen Standorten wie Felsrasen oder Felsbändern - ist also sehr widerstandfähig und kommt mit Trockenheit sehr gut zurecht. Hier kannst du mehr zu interessanten Allium-Arten nachlesen. " Pflanzen im Urlaub wässern? Mit diesen Pflanzen für den trockenen Boden ist das Geschichte. Foto unten links: Die Spornblume (Centranthus ruber var. coccineus) ist ein Pendler und Vagabund. Die mediterrane, anspruchslose Pflanze wird ca. 50 bis 60cm hoch und erhält sich, wie viele andere kurzlebige Stauden, an zusagenden Standorten durch Selbstaussaat. Regulierend eingreifen macht hier Sinn...  Ein Schnitt nach der Blüte ist aus ästhetischen Gründen ohnehin zu empfehlen und fördert das erneute Blühen. Foto unten rechts: Der Blut-Storchschnabel (Geranium sanguineum) ist eine heimische Art mit einfachen schalenförmigen Blüten. Er ist für den trockenen Garten äußerst wertvoll, da er über ein tiefgreifendes Wurzelwerk verfügt und somit viel Trockenheit verträgt. Blut-Storchschnäbel sind äußerst wüchsig und robust, auch gegenüber Krankheiten, Schnecken oder Schädlingen. Vielleicht hast Du ja jetzt Lust loszulegen und möchtest dich noch mehr und umfangreicher informieren. Erhalte unsere Liste der 20 besten Stauden für trockene Bedingungen und genieße auch in heißen Sommern eine üppige Blütenpracht! Lade dein Gratis-Exemplar jetzt herunter. Du suchst noch interessante Bücher zum Thema?  Diese habe ich für dich rausgesucht: Gartenpraxis im Klimawandel (BLV) Taschenbuch * Genießen statt Gießen: Trockenheitstolerante Gärten gestalten * Viel Spaß beim Lesen und/oder Kombinieren! ... und bleib natürlich Petra & Leonie Die mit Sternchen (*) gekennzeichneten Verweise sind sogenannte Provision-Links. Wenn Du auf so einen Verweislink klickst und über diesen Link einkaufst, bekomme ich von deinem Einkauf eine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht.

  • 6 SCHRITTE ZUM TRAUMGARTEN - SO GELINGT DIR DIE GARTENGESTALTUNG

    Ein Gastbeitrag von Lilli Straub Lilli Straub ist Gartenplanerin und die Gründerin von Gartendesign Straub – den Traumgarten planen. Ihr Herz schlägt für die Natur und schöne Gärten. Zusammen mit ihren Kunden entwickelt sie Gärten, in denen sich die Menschen wohlfühlen und das Leben genießen können, gemäß ihrem Leitsatz: Der Garten ist für die Menschen da und nicht umgekehrt! ... aber nicht nur das; Lilli ist auch Bloggerin. Sie schreibt über Gartengestaltungsthemen und sagt; aus jedem Garten kann ein Traumgarten werden. Jetzt hat sie ihr Buch 6 Schritte zum Traumgarten: Das Arbeitsbuch zur Gartenplanung * geschrieben, das im Kosmos Verlag erschienen ist. Was macht einen Garten zum echten Traumgarten? Mit diesem Buch findet man heraus, wie der ganz persönliche Gartentraum aussehen soll. Und man lernt, wie man ihn plant. Ich habe Lilli gefragt, was sind denn die wichtigen Schritte auf dem Weg zum Traumgarten sind und ob sie uns ein paar Tipps geben kann. Wie plant man eigentlich einen Traumgarten? ... und geht das mit jedem Garten? Ich sage JA, denn in jedem Garten steckt Potential, egal wie klein, schattig oder seltsam geformt er auch sein mag. Letztendlich ist unser eigenes Reich vor oder neben der Haustür doch viel zu kostbar, um es uns nicht so schön wie nur irgend möglich zu machen. Alles was wir im ersten Schritt dazu brauchen, ist ein Stück Papier, ein paar Stifte, ein Maßband und vor allem die Bereitschaft, uns auf das Experiment Gartenplanung einzulassen. Experiment deshalb, weil wir in der Planungsphase eben noch all unsere Ideen ausprobieren können, ohne dass wir im Garten selbst schon vollendete Tatsachen geschaffen haben. Ist der Gartenweg eckig oder rund passender für unseren Garten? Wie groß muss unsere Terrasse sein, damit wir alle Platz haben? Und wo wäre der beste Platz für unseren Naschgarten? All das sind Fragen, die wir auf dem Papier zeichnerisch lösen können ohne Steine zu bewegen  oder Fundamente zu bauen um dann später frustriert festzustellen, dass es anders doch besser gewesen wäre. Hier sind meine 3 wichtigsten Tipps, wie ihr Schritt für Schritt einen Garten planen könnt, der 100 Prozent zu euch passt: Legt Euch ein Moodboard an! Den größten Fehler den man meiner Meinung nach bei der Gartenplanung machen kann, ist von vorneherein in Lösungen zu denken. Also zum Beispiel von Anfang an zu sagen: „hier muss ein Zaun hin, damit mir der Nachbar nicht auf die Terrasse schauen kann. Der Wunsch nach Privatsphäre kann ganz unterschiedlich gelöst werden, von einer Hecke, über Spalierbäume bis zum gebauten Sichtschutzelement – vieles bietet uns Geborgenheit. Vielleicht kann auch die Terrasse ganz anders geformt werden, damit ihr Sichtschutz bekommt. Lasst eure Lösungen am Anfang erst mal los und begebt euch auf eine Traumreise: Wie würde der Garten ausschauen, von dem ihr wirklich träumt und was würdet ihr gerne darin tun? Legt euch dafür am besten ein Moodboard an. Das ist eine digitale oder analoge Pinnwand, auf der ihr alles sammelt, was euch an euren Traumgarten erinnert. Das können Gartenbilder, Pflanzenfotos, Farben, oder auch echte Pflanzen sein. Ihr werdet sehen, wie dieser Prozess einerseits die Ideen nur so sprudeln lässt, und andererseits priorisiert, was euch wirklich wichtig ist im Garten. Das ist vor allem dann wichtig, wenn ihr nicht unbegrenzt Platz und Mittel zur Verfügung habt. Hängt euch das Moodboard an einen gut sichtbaren Platz auf, so könnt ihr immer wieder darauf zurückgreifen und schauen ob eure Überlegungen noch in Übereinstimmung mit euren Wünschen sind. Zeichnet einen Plan für eure Gartengestaltung! Das Planen eines Gartens ist eine komplexe Angelegenheit, die räumliche Planung muss stimmen, die Wege müssen breit genug sein, die unterschiedlichen Perspektiven müssen bedacht werden und dann gibt es auch noch vier Jahreszeiten in denen der Garten gut aussehen soll. All diese Dinge können wir nicht in einem theoretischen Gedankenmodell entwickeln, das müssen wir mit dem Stift in der Hand tun. Traut euch einen Plan zu zeichnen und überprüft dort, ob eure Ideen wirklich funktionieren oder ob ihr an der einen oder anderen Stelle noch etwas ändern müsst. Dieser Plan muss nicht besonders schön aussehen, er soll euch nur die Sicherheit geben, dass ihr auf dem richtigen Weg seid. Am besten messt ihr euren Garten auf und legt euch ein paar Kopien eures Aufmaßes zu. Dann könnt ihr ganz bequem mehrere Versionen eures Planes erstellen und so nach und nach das Konzept für euren Garten erarbeiten. Geht dabei auch immer wieder raus in euren Garten und schaut wie es sich "in Echt“ anfühlt. Fühlt ihr euch wohl an dem Platz, den ihr für den Esstisch ausgesucht habt? Ist der Weg zum Haus breit genug, wenn ihr zwei schwere Taschen in den Händen habt? Macht Euch mit den wichtigsten Gestaltungsregeln vertraut! Mit ein paar ganz simplen Gestaltungstricks, kann man schöne Highlights im Garten erschaffen. Oft sind diese Dinge mit wenig Aufwand zu erreichen und doch ist ihre Wirkung groß. Zu den wichtigsten Gestaltungsregeln gehören für mich: Symmetrie, Wiederholung, Räume, Perspektive und Kontraste... Symmetrie erreicht ihr zum Beispiel in dem ihr links und rechts einer Bank dasselbe Bäumchen pflanzt, oder zwei gleiche Pflanzkübel stellt. Wiederholung schafft ihr, wenn ihr nicht nur ein Hochbeet anlegt, sondern drei. Räume bildet ihr im Garten, in dem ihr Höhenunterschiede einplant, oder den Garten durch Spaliere oder Hecken strukturiert. Perspektiven und Blickfänge könnt ihr erzeugen, in dem ihr den Garten in einen Vorder- Mittel- und Hintergrund einteilt. Kontraste lassen sich mit Materialien, Pflanzen und Farben bilden und machen den Garten zu einem spannenden Bild. Diese Gestaltungsregeln müssen wohl dosiert sein und sollten nicht unbedingt alle in einem Garten auftauchen. Sucht euch deshalb die für euch passenden heraus und experimentiert was am besten zu euch und eurem Garten passt. Auch hier könnt ihr wieder direkt im Garten ausprobieren wie es am Ende aussehen könnte: mit Sonnenschirmen lassen sich Bäume simulieren, mit dem Gartenschlauch Beetkanten „verlegen“ und mit Paletten oder Brettern könnt ihr Mauern und Hecken nachbauen. Die Planung eines Gartens braucht etwas Zeit und Aufwand. Ich bin mir aber sicher, dieser Einsatz lohnt sich! Denn es ist eben ein Unterschied, ob wir unsere schönste Zeit in einem durchschnittlichen Grün oder einem echten Traumgarten verbringen. Ich wünsche euch viel Spaß und Erfolg beim Planen eures Traumgartens! Viel Spaß beim Lesen Eure Lilli Lillis Buch ist ab jetzt im Handel und falls ihr einen neuen Garten oder einen Teil des Gartens neu plant, lohnt sich diese wertvolle Lektüre: 6 Schritte zum Traumgarten: Das Arbeitsbuch zur Gartenplanung (Deutsch) Taschenbuch * Ich wünsche euch eine schöne Zeit & bleibt natürlich Petra Hinweis: Die mit Sternchen (*) gekennzeichneten Verweise sind sogenannte Provision-Links. Wenn Sie auf so einen Verweislink klicken und über diesen Link einkaufen, bekomme ich von deinem Einkauf eine  kleine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht.

  • GARTENPLANUNG - WIE VERMESSE ICH MEIN PFLANZENBEET

    . VORBEREITUNG ZUR GARTENPLANUNG - DAS AUFMASS Für jede Gartenplanung brauchst Du verlässliche Maße. In Bildern zeigen wir Schritt für Schritt wie Du dabei vorgehen kannst. Was Du benötigst sind Maßband, Zollstock, ein A4 Blatt mit einer festen Unterlage, einen spitzen Bleistift und am Besten eine zweite Person. Und schon kann es losgehen. Aufmaß im Garten - so gelingt`s Stell dir vor, der Gartenschlauch ist die unregelmäßig geschwungene Kante deines Beetes. Such dir eine gerade Begrenzung. Das kann ein Zaun eine Wegekante oder eine Hausmauer sein. In unserem Fall haben wir das Maßband entlang des bestehenden Zauns ausgerollt. Den Null- Punkt legst Du an den äußersten Beetrand. Solltest Du keine gerade Bezugskante in der Nähe finden, legst Du das Maßband frei über das Beet. Das geht auch, nur musst dann beidseits messen, d.h. links und rechts des Maßbandes. Mach dir eine ungefähre Skizze der Fläche. Das muss vorerst gar nicht maßstäblich sein oder genau stimmen. Es genügt die etwaige Form zu zeichnen. Das ist deine Grundlage um die tatsächlichen Maße einzutragen. Das Maßband liegt mit dem 0 Punkt an der äußeren Kante des Beetes. Nun lies entlang des ausgerollten Maßbandes die Meterzahlen; 1m; 2m, 3m usw. ab und miss von dort im rechten Winkel bis zum Gartenschlauch. Als weiteres Messwerkzeug eigenen sich weitere Maßbänder oder Zollstöcke. Alles bedacht; von der Skizze zum vollständigen Gartenplan Auf deiner Skizze trägst Du die gemessen Werte Stück für Stück ein. Solltest Du ein Gehölz oder Baum in der Fläche haben, den Du in die Planung einbeziehen möchtest, messe ihn ebenfalls ein. Das Prinzip ist das selbe. Der Sonnenschirm ist quasi „unser Baum“… Gartenplan im richtigen Maßstab Unsere Skizze wird nun in den richtigen Maßstab gebracht. Je nach Beetgröße bieten sich die Maßstäbe 1:100 oder 1:50 an. Du benötigst ein Lineal besser noch einen Maßstab. Falls Du keinen Maßstab hast und 1:50 zeichnen möchtest, musst Du wie folgt rechnen; 2cm auf dem Papier sind 1m in der Natur. Wir zeichnen sehr häufig im Maßstab 1:100: 1cm auf dem Papier sind 1m in der Natur. X und Y Achsen... und schon entsteht ein Gartenplan Übertrage die tatsächlich gemessenen Werte der Senkrecht-Achsen und markiere dabei mit einem x . Im Grunde genommen ist das derselbe Vorgang wie das Ausmessen draußen, nur eben maßstäblich und auf dem Papier. Schon die vielen "x" verraten die Kontur des Beetes. Diese verbinde nun miteinander und es entsteht dein Beet in dem richtigen Maßstab. Der eingemessene Baum wird nach derselben Vorgehensweise eingetragen. Dieser Gartenplan ist die perfekte Grundlage für deine Ideen Über deine Skizze mit der Beetkontur kannst Du nun ein Blatt Transparentpapier legen. Wir befestigen es hier mit Malerkrepp, welches sich gut lösen lässt. Zeichne die Kontur deines Beetes auf das Transparentpapier nach. Jetzt hast Du die perfekte Grundlage für den Pflanzplan. Auf dem Transparent kannst du verschiedene Beetplanungen vornehmen und Ideen testen, ohne deine Grundlage zu benutzen. Möchtest Du dein Beet nun planen und weißt nicht wie Du beginnen sollst? Dann lies hierzu den Beitrag für 6 Schritte zur Gartengestaltung! Übrigens: Diese Bilder sind im Jahr 2017 entstanden, als Leonie ein Praktikum in unserem Büro absolviert hat. Heute ist sie fester Bestandteil des Duos Design Natürlich . Wir hatten Spaß beim Ausdenken der folgenden Bilderfolge und würden uns wünschen, dass Du gut danach arbeiten kannst. Bleib natürlich! Deine Petra und Leonie

  • AKELEIEN - ZAUBERHAFTES FARBENSPIEL IM FRÜHLINGSGARTEN

    Ein Blogbeitrag von Petra Elfengleich schweben wohlgeformt zarte Blüten durch den Frühlingsgarten. In beeindruckender Fülle entfalten sich von Mai bis Juni. Mal erscheinen sie in kleinen petticoat-ähnliche Rüschen, dann wieder lang oder kurz gespornt. Jede Blüte ist einzigartig. Von der Vielfalt an Farben und Farbnuancen ganz zu schweigen. Es gibt sie in zartem Pastell oder ganz und gar leuchtend. Alles rund um die Akelei, welche Arten und Sorten es gibt und wie sie sich mit passenden Pflanzpartner kombinieren lassen, möchte ich Dir in diesem Blogpost näherbringen. 4 Gründe, warum Akeleien in keinem Frühlingsgarten fehlen dürfen In romantischen oder ländlichen Gärten wirken die filigranen Schönheiten mit ihren zarten Blüten auf drahtigen Stielen. Elegante Rosen, himmelblaue Glockenblumen, vertikal wachsender Steppensalbei oder opulente Bartiris - mit all diesen Vorsommerblühern lassen sich tolle Kombinationen schaffen. Bereits Anfang März treibt ihr schön geformtes Laub aus. Hellgrüne Blätter in Form von zahllosen kleinen gedrehten Rüschen schieben sich aus dem Boden. Aus deren Mitte wachsen drahtige behaarte Stängel empor. In Kombination mit Funkien oder Farnen sieht das besonders in dieser Jahreszeit sehr schön aus. Die Verwilderungsfähigkeit der Akelei ist Vor- und Nachteil zugleich. Akelei-Arten sind mehrjährig (meist drei- bis fünfjährig) und erhalten sich durch Selbstaussaat. So tauchen sie im Laufe der Zeit mal hier und mal da im Garten auf, meist an Stellen, an denen man sie nicht gepflanzt hat. Wenn man sich auf ihr Vagabundieren einlässt, sind sie recht unkompliziert und man hat viel Freude am kreativen Gärtnern. Sie liefern farbenfrohe Schnittblumen für einen wildromantischen Blumenstrauß. Vielleicht auch auf deinem Frühstückstisch? Bild unten:  Naturstandort der Akelei  Aquilegia caerulea , hier in der Nähe des Ice Lake in San Juan Mountains, Colorado Narrenkappe, Teufelsglocke, Elfenschuh… die vielen Namen der Akelei Zur Botanik... da heißt die Akelei  Aquilegi a. Sie gehört zu den Hahnenfuß-Gewächsen ( Ranunculaceaen ). Woher der botanische Name  Aquilegia  stammt, weiß man nicht so ganz genau. Vermutet wird, dass er entweder vom Adler  (Aquila)  aufgrund der flügelähnlich geformten Blütensporne abgeleitet wurde oder sich auf das Sammeln von Wasser  (aqualegium)  bezieht. Beides scheint plausibel. Im deutschen Sprachraum gab man der Akelei aufgrund der extravaganten Blütenform und der medizinischen Nutzung als Heilpflanze recht viele Namen wie;  Elfenschuh  oder  Elfenhandschuh, Zigeunerglocke, Narrenkappe, Taubenblume, Venuswagen, Teufelsglocke  oder  Schwizerhose . Woher kommen Akeleien? Die zauberhaften Vorsommerblüher sind in den klimatisch gemäßigten Zonen der nördlichen Hemisphäre verbreitet. Dazu gehören Asien, Europa und Nordamerika. Durch die Anpassung sind über 70 Arten entstanden. Aquilegia alpina in ihrer natürlichen Umgebung Wusstest Du, dass: sich Akeleien im Laufe der Zeit an unterschiedliche Bestäuber, wie Kolibri, Schwärmer und Hummeln angepasst und die Nektarsporne verändert haben? Daher sind die Sporne an den Blüten unterschiedlich lang ausgebildet. Sie variieren zwischen 1 und 2 Millimeter sowie von 10 bis 12 Zentimeter. Nicht nur die Form hat sich angepasst, sondern auch die Blütenfarbe. So sind Hummelblüten Blau-Violett (Arten aus Europa, Amerika), die Kolibriblüten Rot (Arten aus N. Amerika), die Schwärmerblüten Weiß oder Gelb (Europa). Akeleien - Vagabunden im Garten Akeleien sind kurzlebige Pflanzen und erhalten sich durch Selbstaussaat. Wer die Pflanze nach der Blüte bald zurückschneidet, fördert die Langlebigkeit der Pflanzen und hindert sie zugleich an einer zu hemmungslosen Selbstaussaat. Wer allerdings spontane Ergebnisse im Garten mag, kann ein  Sich-Versamen  als kreatives Experiment sehen. Immer neue Farbvarianten lassen sich beobachten. Dann tauchen sie mal hier und mal dort auf. Dieses Vagabundieren kann äußerst reizvoll sein.  In einem aufgelassenen Kleingarten habe ich mal in einem Frühling ein Meer von Akelei und anderen Frühblühern gesehen. Über und über hatte es dort geblüht. Der Garten war nicht mehr genutzt und die Pflanzen hatten sich nach Herzenslust verbreitet. Dort gab es morbide Gehwegplatten aus Beton mit zahlreichen Rissen. In allen Fugen wuchsen  Akeleien, Stochschnabel  und  Wiesenkerbel . Dazu blühten die knorrigen  Apfelbäume  in zartem Rosa. Das war ein phantastischer Anblick! Die schönsten Pflanzpartner für Akeleien Übrigens – sehr hübsch wirken die Akeleien mit folgenden zeitgleich blühenden Pflanzpartnern: Pfingstrosen -  Paeonia-Hybriden Purpur-Wiesen-Kerbel -  Anthriscus sylvestris 'Ravenswing'  Zierlauch -  Allium aflatunense Storchschnabel -  Geranium x magnificum, Geranium sylvaticum, Geranium sanguineum Bartiris  - Iris sibirica Sterndolde -  Astrantia major Nelkenwurz -  Geum coccineum Hybriden Bergenien -  Bergenia cordifolia Steppensalbei -  Salvia nemorosa Hybr. z.Bsp. Mainacht Tulpen -  einfache späte Tulpen Bergenien - Bergenia cordifolia Hybr. Tränendes Herz -  Dicentra spectabilis Flieder -  Syringa vugaris Wolfsmilch -  Euphorbia amygdaloides 'Purpurea' Wir haben euch mit der Pflanzenreich App ein paar harmonische Ideen für Akeleien mit passenden Begleitern zusammengestellt: Eine Kombination in Rosa und Magenta: Aquilegia 'Rose Queen' mit Pfingstrose (Paeonia), Salbei (Salvia nemorosa 'Eos'), Sterndolde (Astrantia 'Star of Beauty'), Bergenie und Tränendem Herz (Dicentra spec.). Collage: Pflanzenreich App Violett und Blau:  Aquilegia 'Blue Barlow' mit Iris, Storchschnabel (Geranium x magnificum 'Rosemoor'), Zierauch (Allium aflatunense), und Steppen-Salbei. Collage: Pflanzenreich App Ganz frisch und elegant:  Aquilegia 'White Barlow' und 'Kristall' mit Purpur-Wolfsmilch, Purpur-Wiesenkerbel (Anthriscus 'Ravenswing'), einem weißblühenden Flieder und Tränendem Herz (Dicentra spec.). Collage: Pflanzenreich App Warme Tonabfolge mit Rot, Orange und hellem Gelb:  Aquilegia 'Bordeaux Barlow' und 'Denver Gold' mit spätblühenden Tulpen und Nelkenwurz (Geum coccineum 'Werner Arends'). Collage: Pflanzenreich App So sollte man Akeleien im Garten verwenden Die Gattung bevorzugt lichten Schatten und Halbschatten von Bäumen. Deshalb passen Akeleien zu  anderen ebenfalls schattenliebenden Arten, wie Sterndolden  (Astrantia major Hybr.) , Bergenien  (Bergenia cordifolia ), Farne oder Lungenkraut  (Pulmonaria Hybr.) . Da Akeleien sehr anspruchslos und anpassungsfähig sind, wachsen sie auch in der Sonne. Dann sollte der Boden allerdings ausreichend feucht sein. Hier gibt es ein wahres Füllhorn an Möglichkeiten zum Kombinieren, wie Iris, Rosen, Nelkenwurz oder Wolfsmilch. Akeleien zeigen sich, wie ich persönlich finde, in größeren Flächen wenig attraktiv. Zu ungeordnet, fast chaotisch und struppig wirken diese Flächen dann. Deshalb sind sie in der Verwendung besonders schön, wenn sie ihre Pflanzpartner wiesenartig "durchweben". Auch kleinere Gruppen sind schön. Sie derart zu kombinieren ist zudem vorteilhaft, da die Blätter und Blüten der Pflanze nach der Blüte nicht mehr ansehnlich sind. Durch geschickte Platzierung werden die Akelei Blätter von den anderen Pflanzpartnern dann kaschiert. Spannungsvoll wirken Kombinationen, wenn man die filigranen Blüten mit größeren Blattschmuckpflanzen, wie Funkien oder gröberen, größere Blüten kombiniert, wie beispielsweise Pfingstrosen oder Bartiris. Dann entsteht das, was  Karl Foerster  damals "Harfe und Pauke" nannte. Also Großes mit Kleinem, Grobes mit Feinem... Auf der IGA Berlin Übrigens: hast Du schon mal beobachtet, das Pflanzen mit behaarten Stängeln besonders im Gegenlicht, also am Abend und am Morgen leuchten. Auch das ist ein schöner Aspekt, der bei der Akelei zu sehen ist. Vielleicht ist ein besonderer Sitzplatz so ausgerichtet, das sich dieses Leuchten besonders gut zu beobachten ist. Kleinere Arten wie die Zwerg-Akelei  Aquilegia flabellata  oder die Berg-Akelei  Aquilegia bertolonii  eignen sich gut zur Bepflanzung von Töpfen oder einem kleinteiligeren naturhafte angelegten Steingarten. Diese heimischen Akeleien und ihre Cultivare eignen sich für ihren Garten Die gewöhnliche Akelei  Aquilegia vulgaris  ist die verbreitetste Art. Sie stammt von Naturstandorten in West-, Zentral- und Südeuropa. Sie ist inzwischen überall verbreitet ist. Aus ihr sind zahlreiche Sorten hervorgegangen. Sie unterscheiden sich von anderen Akelei Arten durch die sehr kurzen oder fehlenden Sporne. Es gibt gefüllte und ungefüllte Sorten. Insbesondere die Sorten der Barlow Serie sind bei Kennern sehr beliebt. Bereits 1985 war die einheimische Akelei Blume des Jahres. Aufgrund ihrer Neigung zur Verwilderung, eignet sie sich ausgezeichnet für naturhaften Gehölzpartien in halbschattiger Lage und Gärten mit ländlichen Charme. Eine ganz andere Akelei Diese langspornige amerikanischen Arten ist ganz anders als ihre "Schwestern". Man findet sie an heimischen Standorten von New Mexico bis Utah. Dort wächst sie auf  feuchten Standorte in Canyons oder an Gehölzränder Dennoch verträgt sie auch mäßig trockene Standorte, die sogar sonnig sein dürfen. Und ebenfalls anders ist, dass diese Goldakelei sich kaum aussät. Mit ihren gelben Blüten bringt sie ein Frühlingsleuchten in den Garten. Schneidet man sie zeitig zurück, blüht sie ein zweites mal. Aufgrund ihrer Standortbedürfnisse kann man sie auch in einem Kiesgarten verwenden. Dort sorgt sie für einen leuchtenden Frühsommeraspekt. Schönheit mit Seltenheitswert Was für eine faszinierende Kombination - Zitronengelb und leuchtendes Rot. Die kanadische Schönheit mit den langen Spornen  findet man hierzulande noch recht selten. Dabei lassen sich im lichten Schatten wunderschöne Kombinationen beispielsweise mit Farnen und schattenliebenden Gräsern  schaffen. Oder stellen Sie sich vor, sie leuchten zwischen schönen Steinen, Baumstämmen oder Wurzeln hervor. Es gibt inzwischen auch Cultivare wie  Aquilegia canadensis Little Lanterns,  die nur 25cm hoch wird und die  Aquilegia canadensis Corbett  (ohne Foto) mit einer Höhe von 40cm. Sie hat hellgelbe, nickende Laternen. A.canadensis ist langlebiger als viele Akeleien und sät sich im Garten behutsam aus.  Nordamerikanische Akeleien Die Aquilegia caerulea-Cultivare sind in den USA verbreitet. Sie wachsen in der Natur in Colorado, New Mexiko bis Idaho und Kalifornien. Sie haben wohlgeformte extravagante lang gespornte Blüten und sie sind! die Nationalblume des Staates Colorados. Weiteres über die Akelei Bevor man Akelei pflanzen möchte, sollte man bedenken das sie in allen Pflanzenteilen giftig sind. Der Verzehr der Blätter ist unbedingt zu vermeiden. Auch enthalten die Pflanzenteile Reizgifte, die starke Hautreizungen wie Brennen, Rötung, oder Blasenbildung bewirken können. Akeleien können auch von Schädlingen befallen werden. Hierzu gehört die Akeleien-Blattwespe. Ist die Pflanze befallen, kann sie innerhalb kürzester Zeit kahlfressen werden. Abhilfe schaffen meist nur Insektiziden oder ein kompletter Rückschnitt. Weitere mögliche Schädlinge oder Krankheiten sind Blattläuse, Miniermotten, oder Echter Mehltau. In der freien Natur steht die heimische Gewöhnliche Akelei unter Naturschutz. Bild oben:  diese schöne Kombination stammt von  Peter Janke , der mir auf Schloss Fasanerie bei Fulda sein Konzept erklärte. Er kombinierte Wiesen-Purpurkerbel  Anthriscus sylvestris Ravenswing  mit der Akelei  Aquilegia vulgaris Black Barlow.  Wiesenhaft schön! Bilder oben:  duftig, fast impressionistisch ging es auch auf dieser Pflanzung auf der IGA in Berlin (Planung Petra Pelz) zu. Die natürlich gewachsenen Wiesen der Umgebung gaben eine natürlich wiesenhafte Pflanzung vor. Die Akeleien sind aus der Barlow Serie. Sicher sind Akeleien nicht für alle Gartenliebhaber geeignet. Manch einer liebt es lieber ordentlich und verlässlich. Für die, die Spontanität lieben und Überraschungen, sind Akeleien eine willkommene Abwechslung. Sie machen einen Garten dynamisch und lebendig. So kann es toll sein, immer wieder neue Aspekte, Farben und Formen zu entdecken. Vielleicht hast Du ja schon Akelei im Garten und eigene Erfahrungen gesammelt oder sie probierst es jetzt aus. Viel Spaß beim Gärtnern und bleib natürlich Deine Petra Hast Du Lust in Büchern zu stöbern, die sich mit dem  Zufallsgärtnern  beschäftigen? Hier habe ich einige interessante Buchempfehlungen für dich: * Blackbox-Gardening: Mit versamenden Pflanzen Gärten gestalten  von Jonas Reif und Christian Kreß * Der antiautoritäre Garten: Gärten, die sich selbst gestalten von Simone Kern Kosmos Verlag * Selbst ist die Pflanze: Einfach gärtnern - wie Samen sich verbreiten und den Garten gestalten von Sigrid Tinz und Margret Schneevoigt Hinweis: Die mit Sternchen (*) gekennzeichneten Verweise sind sogenannte Provision-Links. Wenn Sie auf so einen Verweislink klicken und über diesen Link einkaufen, bekomme ich von deinem Einkauf eine  kleine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht.

  • SEHEN SIE DAVON AB, DEKORATION ALS KUNST ZU VERKAUFEN!

    Ein Gastbeitrag von Anke Schmitz, Grünes Blut Wenn es um "Kunst im Garten" geht, was liegt da näher, als der Künstlerin und Gartenarchitektin Kerstin von Klein die passenden Fragen zu stellen. Anke Schmitz gelernte Gärtnerin und Kunsthistorikerin mit Wurzeln in der Gartendenkmalpflege und Bloggerin Grünes Blut hat die Landschaftsarchitektin und Künstlerin Kerstin von Klein interviewt. Kerstin von Klein  schon immer künstlerisch tätig, konnte jedoch aus gesundheitlichen Gründen (Allergien) nicht Kunst studieren. Als akzeptable Notlösung begann sie mit Germanistik und Slavistik (Russisch), verlor hier bald Sinn und Orientierung und fand Rettung in der Ausbildung zur Gärtnerin in einer Baumschule. Dem folgten fünf intensive Jahre im Garten- und Landschaftsbau und schließlich nochmals ein Studium, diesmal der Landschaftsarchitektur, an der GU-Essen-Duisburg. Nun schlossen sich jahrelange Arbeit in einem Planungsbüro und selbstständige Gartenplanungen an. Landschaftsplanerisch in Teilzeit, sorgte sie stetig für ausreichende Gelegenheit, um ihre Kunst, seien es Plastiken, Fotoarbeiten oder Installationen, voranzubringen und regelmäßig an Ausstellungen und Messen teilzunehmen. Weitere Ausstellungen findet ihr hier . Seit 2013 ist sie Mitglied im BBK-Köln. GB: Welche Effekte kann man mit Kunst (Skulpturen, Reliefs, Installationen) im Garten erzielen? KvK: Die Fragestellung berührt mich als Künstlerin eigentümlich und scheint mir kaum beantwortbar: Ein Designer hingegen sprudelt schon längst und erläutert Fokussierung, Akzentuierung, Ablenken von Unschönem, Finden der perfekten Form, kopfüber hinein in den neuesten Trend. Ich persönlich ringe immer noch um Antwort. Mein Problem dabei ist ganz einfach: Ich erstrebe keinen Effekt. Es gibt einen großen Affekt, der mich zur Kunst und zum individuellen Kunstwerk treibt. Dies einmal ausgelebt / in ein Kunstwerk gefaßt, entlasse ich in die Welt, an den Betrachter und gebe ich womöglich einem Käufer mit. Was der neue Besitzer damit in Folge tut oder nicht tut, bleibt seine Angelegenheit. Oft genug aber erstelle ich Kunst, von der klar ist, daß sie nie einen Käufer finden wird. Das ist das Wesen der Kunst. Sie genügt sich selbst. Will keinen Effekt in einer Umgebung, es sei denn, die Umgebung wird Teil des Kunstwerks oder die Kunst soll den Betrachter anrufen, über ein bestimmtes Thema nachzudenken. Dann genügt sie sich nicht selbst, sondern ist Mittel zum Zweck einer anderen künstlerischen Intention bzw. größeren Idee. Bildtitel: Kannnichmehr Ich höre natürlich dennoch gern, wer meine Arbeiten wie oder wo platziert. Ich kann dann die Arbeit in Gedanken noch ein wenig begleiten. Natürlich ist da auch Freude, wenn mir gespiegelt wird, daß man nach wie vor in Wertschätzung mit dem Kunstwerk lebt/umgeht. Und somit, bei näherem Hindenken, ja, würde ich doch gern öfter gefragt werden, WO oder WIE meine Kunst am besten stehen könnte. So glaubte ein Paar beim Probestellen, eine mannshohe Stehende aus meiner Werkstatt stünde perfekt vor einer Gabionenwand. Die einfache Frage: “Erkennen SIE ihre Figur denn gut vor diesem unruhigen, dunklen Hintergrund? Ich kann sie kaum entdecken! Ist doch schade um Ihr Geld?“ erzeugte verblüfftes und hilfloses Gelächter. Nein, Menschen, die sich singulär in eins meiner Werke verlieben, müssen noch lange kein Talent haben, die Arbeit wirkungsvoll, oder auch angemessen maßvoll zu stellen. Welchen Effekt man also mit Kunst im Garten erzielen kann? Einen ebensolchen wie in geschlossenen Räumen: Innehalten. Einen Schritt hinaustreten aus Alltäglichem. Die Codierung des Sehens ein wenig brechen. Stutzen machen, hängenbleiben an Trost, Freude, Aufruhr und Neuformatierung der eigenen Befindlichkeit im Abgleich zu dem, was gerade langweilt, stört, ärgert. Relativieren kann Kunst. Rückführen auf einen spezielle Seite des Kunstbetrachters, die sich immer wieder in Routine verschüttet. Laute Kunst braucht ein ruhiges Umfeld, ruhige Kunst kann in unruhiger Umgebung eine stille Insel bilden. So einfach? Doch, ich denke, so einfach. Mit all den Zwischenstufen, die dann eben doch individuell bleiben, wie die Kunst. Bildtitel oben links: Einfach lassen (Bronze weiss lackiert) Bildtitel oben rechts: DAS will ich      Foto: Kurt Lübke Bildtitel unten: Sowas Bescheuertes aber auch GB: Passt Kunst eigentlich in jeden Garten? KvK: Wenn sich ein Mensch für ein wetterfestes Kunstwerk entscheidet, dieser Mensch noch dazu einen Garten besitzt und die Kunst dort ihren Platz finden soll – dann paßt exakt dieses Kunstwerk in exakt den Garten exakt dieses Menschen. Selbstverständlich! So selbstverständlich, wie keine Kunst der Welt in den Garten eines Menschen paßt, der keinen Sinn für Kunst hat. Heikel bis dramatisch wird es, wenn ER Kunst gekauft hat, die SIE nicht mag oder umgekehrt. Im entsetzlichsten Falle mutiert der Künstler zum Paartherapeuten. Leider ohne Zusatz-Honorar. Bildtitel unten links: Alptraum Landespflege Bildtitel unten rechts: Betrachtung neuen Leben GB: Was ist Ihrer Erfahrung nach der ideale Platz im Garten, um eine Skulptur dauerhaft zu platzieren? KvK: Erneut ganz ehrlich: Ich habe damit keinerlei Erfahrung. Meine Erfahrung im Ausstellungsbereich allerdings ist groß. Die Erfahrung im Garten haben meine jeweiligen Kunden, die mit meiner Kunst von dannen ziehen. Es zählt der einfache Menschenverstand. Ich würde eine Arbeit nicht mittig in der Rennstrecke des Wachhundes platzieren oder gleich neben dem Klettergerüst für die Kinder. Auch unterm Schlafbaum der Krähen oder Spatzen wird eine Arbeit schnell leiden. Es kann sinnvoll sein, die Kunst gleich neben einen Sitzplatz zu stellen und täglich mit ihr zu leben, sie ggf. ab und zu anzufassen. Es kann auch sinnvoll sein, sie am Ende des Gartens zu verstecken, um ein „Pilgerziel“ zu haben. Ebenso sinnvoll kann es sein, sie in eine Blickachse zu stellen, oder eben nicht, sondern die Blickachse lieber dem Acer griseum zu widmen! Wer Kunst kauft, dem unterstelle ich ein Minimum an Sensibilität. Ich möchte jeden Kunstkäufer ermutigen, sich Zeit zu lassen und sich selbst in diese Sensibilität zu zwingen. Mit der Plastik o.ä. zunächst zu wandern. Verschiedene Orte zu testen, sich hinein zu spüren, wo sich die Kunst am besten anfühlt oder ansieht. Es stellen sich hierbei oft Orte als genau richtig heraus, die an entgegengesetzter Stelle des Gartens zu jener liegen, für die man die Kunst zunächst geplant hatte. Das kann enttäuschend sein oder hart, sollte aber in jedem Fall ernst genommen werden. Der Käufer sollte sich selbst überrumpeln und überraschen. Die Kunst auch bewußt an völlig unmöglichen, zunächst blödsinnig erscheinenden Stellen parken. Vielleicht versucht SIE lieber zunächst allein. Dann ER auch allein. Vielleicht ergibt sich dann eine verblüffende Schnittmenge? Oder nicht und es braucht einen Ombudsmann… Ich persönlich trenne Garten und Kunst sehr. Ich trenne Kunst und Natur, Stadt und Land, den Waldspaziergang und den Opernbesuch. Ich persönlich liebe beides zu gleichen Teilen und wollte auf keinen Teil verzichten. Ich genieße aber in meinem Garten die Blüten, die Halme, die Düfte. Für mich als Misanthropin ist Kunst eine Spur des Menschen und in vielen Fällen empfinde ich darob Bedrängnis. Wenn ich tolerant und milde bin, werfe ich mich ins Theater oder in die Kultur. Gehe ich zu den Menschen. Wenn nicht, suche ich die Pflanzen und möchte so wenig wie möglich menschliche Spuren finden, so auch keine Kunst. Schon gar nicht von mir selber. Ich persönlich halte meine Kunst und auch die Kunst vieler anderen Menschen sehr gut in meinen vier Wänden aus – nicht im Garten. Das liegt aber vielleicht auch an meinem Beruf als Gärtnerin, daß ich doch immer gern Pflanzen ausprobiere und diese in den Fokus stelle. Vielleicht auch dezidierter wahrnehmen kann als der Laie. Viele Menschen empfinden anders, vielleicht beruhigt es sie, in der Natur, im Garten, ihrer persönlichen Wildnis, wo schon ein Gehölz, das höher wird als 1,60 m und eine Bedrohung darstellt, auf menschliche Spuren zu stoßen und daher möchten sie Kunst auch im Garten finden. Ich weiß das nicht… Eine wunderbare Zwischensituation bilden Innenhöfe. Hier reicht wenig. Ein Großstrauch als Baum, fünf Stauden, eine Skulptur. Großartig! Und alles miteinander. Urbanität. Egal in welcher Form- oder Stilsprache. Bildtitel unten links: Kannnichmehr Bildtitel unten: Ohneee Foto: Kurt Lübke  GB:  Eine ganz technische Frage: Welche Materialien kommen für eine solche "Gartenskulptur" in Frage und inwieweit spielt bei solchen Objekten auch der Verfall, die Veränderung des Materials eine Rolle? KvK: Was ist eine „Gartenskulptur“? Gartenkunst ist die Kunst, einen Garten zu gestalten. Als Gartenskulptur sehe ich zahllose Schlossgärten, Cottage-Gärten, Privatgärten besonderen Niveaus. Fast alles was man unter dem Schlagwort „Gartenskulptur“ finden kann, hat mit Kunst wenig bis nichts zu tun. Es handelt sich in diesen Fällen um Dekoration, bestenfalls um Design. Es gibt ein breites Feld pekuniär sehr erfolgreicher Kunsthandwerker, die ein Leben lang fleißig arbeiten und glauben, Kunst zu schaffen. Das soll jenen unbenommen sein, das kann ich aber weder beurteilen noch besprechen. Dass die Skulptur eines Künstlers später in Bronze gegossen auch im Garten landet, ist möglich und vielfach praktiziert, aber es wird wohl niemals ein ernsthafter Künstler sich diesen Weg als Schaffensprozess vorgenommen haben, sondern lediglich zugelassen als Mittel zum Zweck einer bestimmten Präsentationsform. Ist Henry Moores „Liegende“ eine „Gartenskulptur“? Sind Agnes Martins Linien eventuell ein „Sofabild“? Gerhard Richters Fenster „Domkunst“? Es gibt schließlich ganze Märkte und Veranstaltungen, die mit „Kunst im Garten“ werben und viel ehrlicher den Begriff „Kunsthandwerk“ verwenden sollten. Die Grenze schwimmt und der Diskurs darüber zeigt sich voller Tretminen, aber ich würde mir wünschen, daß lokale Journalisten und auch der Betrachter und Besucher mehr Mut in der Behandlung des Themas KUNST lernen. Zu trennen, was Dekoration, durchaus hübsch und ansehnlich, leistet, und was Kunst leistet. In Bezug auf die Eignung antworte ich spitzfindig: Jedwedes wasserfeste Material? Diese Frage läßt sich aber nicht mit einem konkreten Material beantworten, da mit einem Kunstwerk alles gewollt sein kann. Ewigkeit oder Vergänglichkeit. Es gibt Kunst, die darf verschwinden, die soll sogar verschwinden, läßt ungebrannten Ton in der Witterung sich verändern und auflösen. Dann wieder soll sie ewig überdauern. Oder zumindest solange ihre Form und Farbe halten, bis der Käufer seinen letzten Puster getan hat. Damit sich die Investition auch lohnt, sozusagen. Der streetart-Künstler Decycle sagt: „Vergängliches ist wertvoller als Ewiges“. Schön. Das formuliert den Ausruf neu: „Du wirst erst wissen, was du an mir hattest, wenn ich nicht mehr da bin!“. Kürzlich stieß ich auf die Abschlussarbeit des japanischen Bildhauers Eriko Yamazaki an der Hochschule Weissensee. Yamazaki ringt zwischen den Kulturen Europas und Japans und im eigenen Schaffen um die Darstellung von Vergänglichkeit und hat sich intensiv mit Materialien, Prozessen und Wirkungen auseinandergesetzt. Ignorieren wir aber all die Möglichkeiten von Prozessen, Installationen, performativen Elementen etc. und konzentrieren uns auf den ganz konkreten Fall: „Mensch kauft Skulptur und will diese auch vererben“, dann sollte jene gefälligst aus einem licht- und wasserfesten Material bestehen, sonst schauen die Enkel in die Röhre. Bestimmte Hölzer, Naturstein, Keramik, Glas, Beton, Polyester, Bronze, Eisen, Aluminium, Gold, Silber, Platin. Hält alles recht lange. Und ja, es gibt sehr lange haltbare Materialien, die an Luft und in Wetter reagieren und sich verändern, womöglich schöner, in jedem Fall anders werden. Holz kann vergrauen, ich bevorzuge den Ausdruck versilbern, und seine optische Wirkung gravierend verändern. Polierten Stahl sollte man immer hübsch sauber halten um die sicherlich gewünschten Spiegelungs-Effekte genießen zu können. Unbehandelter Beton kann im Wetter eine wunderbare Patina ansetzen und wirken wie grauer Sandstein oder ein ähnlicher Naturstein. Bronze wird in den meisten Fällen vorab patiniert. Dies bedeutet eine chemische Behandlung, die den langjährigen Prozess natürlicher Reaktion vorweg nimmt und ihm auch eine farbliche Hauptrichtung gibt. Bildtitel unten: Keine Anbetung   GB: Haben Sie persönlich einen Gartenraum während des Schaffensprozesses im Kopf? KvK . In meinem ganzen Leben habe ich noch nie Kunst für einen Ort, ganz gleich ob im Innenraum oder im Gartenraum, geschaffen. Der Designer muss sich Gedanken über den Kunden, den Endverbraucher, die Rahmenbedingungen machen, sonst bleibt er auf seinem „Produkt“ sitzen. „Kunst am Bau“ bespielt Orte/Gebäude/Räume womöglich auch Gärten. Eine Installation braucht Ort und Raum. Reibung, Impuls baulicher oder umfeld-bedingter Art. Formal sich von Umgebung beeinflussen zu lassen ist für mich in Bezug auf meine Plastiken undenkbar. Ich mache Kunst am und aus dem Menschen. Das bedeutet das Finden eines Ausdrucks auf andere als auf gewohnte Weise, da die gewohnte Weise durch Wort oder Gesten nicht ausreicht für Gedanken oder Gefühle, die geäußert werden wollen. Meine Plastiken brauchen ein Zuviel an Empfindung. Mir war schon als Kind klar, daß ich Künstlerin BIN, lernte früh viele Künstler kennen, die ihren Lebensunterhalt mit Taxi-Fahren und Kellnern verdienen und hatte immer den Anspruch, daß mein Brot-Job anspruchsvoller und beständiger sein sollte. In Rückbesinnung auf kindliche Wurzeln habe ich mich meiner anderen Hälfte, der Liebe zur Natur und den Gärten zugewandt. Daß dabei gestaltet wird, ist nützlich und schön. Kunst und Garten haben für mich persönlich so viel miteinander zu tun, wie ein Theaterbesuch mit dem Beobachten von Kaulquappen. Same same but different. Beides gehört zu mir. Beides fordert genaues Hinsehen aber auch ein gewisses Maß an Selbstvergessenheit zum richtigen Zeitpunkt. Daß viele meiner Kunden die Bronze-Plastiken in ihren Garten stellen, ist logisch, aber nicht notwendig, da die Arbeiten sich durch Wetterfestigkeit auszeichnen. Nach zehn Jahren ausschließlicher Arbeit mit Gips, kam ich durch viele Zufälle und die persönliche Bekanntschaft mit einem Bronze-Giesser zur Bronze. Dieser Schaffensprozess bedeutet „Hergabe“ der Plastik und „Wiederbekommen“ in einem gänzlich anderen Material. Gewöhnungsbedürftig! Meine Plastiken entstehen durch intensive Auseinandersetzung mit Menschen, deren Eigenheiten, Erlebnisse, Emotionen. Meine Kunst bildet den Blitzableiter, den Einschlag, die Lawine als Kulminationspunkt von Verstehen. Wer sich darin wiederfindet, wird für das entstandene Kunstwerk seinen Ort finden, drinnen oder draußen. Bildtitel oben: Leiser Versuch Bildtitel unten: Nuex und Hm? Mein Appell an Gartenbesitzer und Journalisten: Nehmen sie Zeit und fassen sie Mut, sich für KUNST zu interessieren, trauen sie sich Einlassung. Sehen sie davon ab, Gartendekoration als Kunst zu bezeichnen und dem Volk dies zu verkaufen. Das wird keinem der beiden Felder gerecht und macht niemanden schlauer. Wer sich professionell mit Kunst befasst, darf das Kind auch beim Namen nennen! Ihre Kerstin von Klein Anke Schmitz ist gelernte Gärtnerin und Kunsthistorikerin und hat ihre Wurzeln in der Gartendenkmalpflege. Ihre Gesprächspartner, die sie auf Ihre Webseite Grünes Blut  und der Gartenpraxis interviewt, stammen aus der Gartendenkmalpflege, sind Teil zeitgenössischer Gartenströmungen, Blogger, Wissenschaftler, Künstler oder aus der freien Wirtschaft. Möchtest Du mehr über Kunst im Garten erfahren? Vielleicht interessiert dich ja auch der Blogbeitrag von Alexandra Pristin: Skulpturen im Garten - wie sie am schönsten wirken Ich wünsche dir eine gute Zeit und bleib natürlich deine Petra

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